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Der Prignitzer

21. September 2017 | 03:28 Uhr

Rosinenbomber soll wieder fliegen

vom

svz.de von
erstellt am 22.Okt.2010 | 08:01 Uhr

Der einzige in Europa noch zugelassene und bei einer Notlandung im Juni stark beschädigte „Rosinenbomber“ soll wieder in die Luft steigen. Ein Förderverein hat entschieden, das geschichtsträchtige Luftfahrzeug zu kaufen. „Zur Eröffnung des Großflughafens BBI 2012 soll er wieder fliegen“, sagte der Sprecher des Vereins „Rosinenbomber“ Frank Hellberg am Freitag auf Anfrage.
Besitzer der Maschine ist derzeit noch das Luftfahrtunternehmen Air Service Berlin.
Zum möglichen Kaufpreis wollte sich Hellberg nicht äußern. „Der Wert ist schwer zu bemessen“, sagte er. Die einen sähen nüchtern den Materialpreis, die anderen bewunderten ein Flugzeug, das Geschichte geschrieben hat. Er rechne auch mit Spenden.Über eine Luftbrücke versorgten während der sowjetischen Blockade 1948/49 Maschinen dieses Typs den Westteil Berlins mit Hilfsgütern.
Die ersten Flugzeuge hatten vor allem Trockenfrüchte geladen. Deshalb nannten die Berliner sie „Rosinenbomber“. Im vergangenen Juni musste das 66 Jahre alte Flugzeug vom Typ Douglas DC-3 nach einem Triebwerksausfall in Schönefeld notladen und steht seitdem in einem Hangar auf dem Flugplatz. Sieben der 28 Insassen wurden leicht verletzt.

Die Schäden an dem Flieger seien untersucht worden, um in etwa das Ausmaß einer Reparatur zu planen, sagte Hellberg. So müssten beide Tragflächen ersetzt werden. Die Begutachtung laufe aber noch. Vorteil dieses Maschinentyps ist nach seinen Angaben: Er ist wie ein Baukasten aufgebaut. Wenn Teile kaputt seien, könnten sie einfach ersetzt werden. Die Maschine gehöre mit 12 000 Exemplaren zu den meistverkauften Flugzeugen in der Welt, sagte Hellberg.

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