Rodeln im Regen statt Sonnenbad

<strong>Rodeln im Regen:</strong> Der Badespaß bliebt in diesem Sommer etwas auf der Strecke.<foto>Thomas Bein</foto>
Rodeln im Regen: Der Badespaß bliebt in diesem Sommer etwas auf der Strecke.Thomas Bein

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18. Juli 2012, 07:06 Uhr

Putlitz/groSS Woltersdorf | Dauerregen über dem Zeltplatz in Groß Woltersdorf. Kaum jemand läuft zwischen den Zelten umher, der Badesee ist verwaist. "Die Kinder sind auf der Rodelbahn", sagt eine Mitarbeiterin. 20 Jungen und Mädchen aus dem Amt Putlitz-Berge, aber auch aus dem Berliner Umland wollen hier eine Woche Ferienlager am Naturbadesee verbringen. Doch das Wetter der letzten Tage lädt zu allem ein, aber sicher nicht zum Baden. "Ach, das ist nicht so schlimm. Gestern waren wir sogar im Wasser, und sonst machen wir auch viel und spielen Fußball", sagt Jonas. Mit nassen Haaren und Regenjacke setzt sich der kleine Blondschopf auf einen blauen Schlitten und fährt die Sommerrodelbahn hinunter. Die muss, wenn es richtig Sommer wäre, gewässert werden, damit es auch gut rutscht, sagt Jürgen Augustin, der die Bahn gerade im Auftrag des Wahrberge Vereins betreut. Doch bei dem Regenwetter braucht er die Sprinkleranlage nicht. Alles ist nass.

"Das Wetter ist schon nicht so toll, aber noch kommen wir zurecht", meint der Putlitzer Betreuer Mario Byell von der Berlin-Brandenburgischen Landjugend. Wichtig sei, dass die Zelte dicht sind und kein Regen hineinkommt. "Die Kinder schlafen auch bei diesem Wetter in den Zelten. Die nassen Sachen werden im Betreuerbungalow oder in einem großen Zelt zum Trocknen aufgehängt. Die Kiddis haben trotzdem Spaß", sagt Byell.

Da wird getöpfert oder der Waldlehrpark besucht, ein Lagerfeuer angezündet und Knüppelkuchen gebacken. Und jeder Sonnenstrahl wird genutzt, um doch noch zum Badesee zu gehen und im Wasser zu toben. "Wir haben dann auch schon mal einen Wettbewerb im Sandburgenbauen gemacht, backen Brot oder beschäftigen uns eben kreativ", beschreibt der Betreuer. Für die Kinder ist es wichtig, dass sie trotz des Regens viel draußen sein können. Fußball geht auch bei Regenwetter und rodeln im Sommerregen kann man ebenfalls nicht überall.

Auf dem Programm stehen neben dem obligatorischen Abschlussfest noch eine Nachtwanderung, ein Neptunfest und eine Schatzsuche. "Wir versuchen, gerade wegen des schlechten Wetters, flexibel zu sein. Das heißt, wir nutzen jeden Sonnenstrahl, der sich meist erst immer zum Abend einstellt, um an den Badesee zu gehen und sonst die Kinder mit anderen Dingen bei Laune zu halten. Das Essen schmeckt, die Regenjacken halten noch durch und die Kinder haben immer noch Spaß am Ferienlager. Das ist das Wichtigste", so der Betreuer. Vom Wetter lasse man sich die Stimmung auf jeden Fall nicht vermiesen.

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