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Der Prignitzer

20. September 2017 | 15:04 Uhr

Revier 24 Stunden besetzt

vom

svz.de von
erstellt am 08.Nov.2011 | 08:30 Uhr

Wittenberge | Die Bürgerinitiative (BI), die sich angesichts der Polizeistrukturreform im Land für den Erhalt einer starken Präsenz der Sicherheitskräfte hier in der Stadt einsetzt, sieht ihre Forderungen weitestgehend erfüllt. Das sagten gestern BI-Sprecher Siegfried Reinhardt und Bürgermeister Dr. Oliver Hermann und dankten den Elbestädtern, die mit ihrer Unterschrift für den Erhalt der hiesigen Wache unterschrieben. "Diese 4000 Unterschriften haben unsere Position gegenüber dem Land gestärkt", so Reinhardt. Er wie auch Bürgermeister Dr. Hermann heben in diesem Zusammenhang aber auch die Kommunikation mit den Verantwortlichen der Polizeireform hervor, "die es immer gegeben hat".

In den im April vorgestellten Plänen für die neue Polizeistruktur war für Wittenberge die ersatzlose Schließung der Wache vorgesehen.

Diese Pläne sind vom Tisch. Mit dem Revier, das Wittenberge nun erhält, werden die sechs Hauptforderungen der BI und der Kommunalpolitik mit Dr. Hermann an der Spitze erfüllt.

Wie das genau aussehen soll, erfuhren die kommunalen Vertreter bei einer Beratung zu Wochenbeginn mit dem Leiter der Polizeiinspektion Prignitz, Peter Schröder.

Dr. Hermann und Reinhardt nennen die Fakten: Die Wache bleibt als Revier bestehen mit einem eigenen Leiter in Person von Ingo Rodowski. Der Wach- und Wechseldienst endet, wie die BI es forderte, auf dem hiesigen Revier.

Die Kriminalpolizei bleibt vor Ort vertreten. Auch die Zahl der Revierpolizisten verändert sich nicht.

Die Präventionsarbeit wird von Wittenberge aus fortgesetzt, allerdings mit geringerer Personalstärke. "Wir bedauern, dass gerade hier der Einsparzwang greift", sagt Dr. Hermann. Zumal die Frage stehe, ob andere Träger wie beispielsweise Schulen, die vorbeugende Arbeit in dieser Qualität erfüllen könnten, fügt Reinhardt an.Als erfreulich bewerten BI und Kommunalpolitik, dass die Revieröffnungszeiten denen der jetzigen Wache entsprechen.

Bei aller Freude, einen Haken gibt es: Die jetzt getroffenen Zusagen gelten bis 2014. Dann soll neu bewertet werden, wie sich die Regelungen bewährt haben. "Wir werden auf jeden Fall auch nach 2014 darauf bestehe, dass der jetzige Wachenstandort in der Perleberger Straße erhalten bleibt", unterstreicht der BI-Sprecher. Aus diesem Grunde werde die BI ihre Arbeit aufrecht erhalten. Auch der Bürgermeister geht davon aus, dass mit 2014, "wenn der Personalabbau konkret einsetzt, noch einiges an Problem auf uns zukommt".

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