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Ministerpräsident in der Prignitz : Respekt und Unterstützung für die Ehrenamtler

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Dietmar Woidke trifft Prignitzer, die sich freiwillig und unentgeltlich für die Gesellschaft engagieren

Im Rahmen seines Besuchs in der Prignitz am Freitag, nahm sich Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) Zeit, um mit Ehrenamtlern aus dem Landkreis ins Gespräch zu kommen. Gemeinsam mit Landrat Hans Lange (CDU) hatte er in das Pritzwalker Kulturhaus eingeladen, um sich aus erster Hand über die Menschen und ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten zu informieren. Gleichzeitig dankte er ihnen stellvertretend für viele weitere Freiwillige, die in ihrer Freizeit wichtige gesellschaftliche Aufgaben erfüllen.

In entspannter Runde erzählten die Prignitzer über ihre Aktivitäten und auch darüber, wie sehr die Hilfe im Ehrenamt ihnen selbst zum Bedürfnis geworden ist, um andere Menschen bei der Bewältigung alltäglicher Verrichtungen oder bei der Betreuung ihrer Kinder zu unterstützen. Die in den Gesprächen geschilderten Aufgaben nötigten dem Ministerpräsidenten großen Respekt ab, und er sicherte gemeinsam mit dem Landrat allen Anwesenden zu, bei der Beseitigung von Problemen zu helfen.

So berichtete Irene Metzler über ihre Arbeit als „Ersatzomi“. Sie betreut Kinder im Alter zwischen drei und fünf Jahren und hilft der Mutter, einfachste alltägliche Dinge zu erledigen. Karin Bohn hilft Alkoholikern und Nichtsesshaften, gibt ihnen ein Zuhause und schafft es auch, dass diese Menschen nicht mehr am Leben verzweifeln und wieder Halt finden. Britta Hübner vom Verein „Kindeswohl“ ist Bezugsperson für Kinder und auch für deren Mütter, hilft, die Familien intakt zu halten und hilft den Kindern bei ihren Hausaufgaben. Astrid und Johannes Bulawa boten über zehn Jahre Kindern aus der Region um Tschernobyl ein Feriendomizil in der Prignitz, unterstützen lange Zeit Kinder einer ukrainischen Gehörlosenschule. Sie helfen mit Hilfsgütern und tätiger Hilfe vor Ort in der Ukraine.

Christiane Saß aktivierte über den von ihr gegründeten Heimatverein das dörfliche Leben, baute mit dem Verein eine alte Schule zu einer Begegnungsstätte um und ist Initiatorin vielfältiger Aktivitäten im Ort. Georg Abel berichtete über das Ehrenamt und die Öffentlichkeitsarbeit im DRK und die Zusammenarbeit mit Feuerwehr und THW im Katastrophenschutz.

Ralf von Hagen, Inhaber und Initiator des „Blaulichtmuseums“ in Beuster, gab Auskunft über den Aufbau und die Organisation des Museums, das sich auf die Fahne geschrieben hat, ein Stück DDR-Geschichte zu bewahren und einen Überblick zu geben über den Brandschutz und die Arbeit von Feuerwehr, Polizei und das Alltagsgeschehen in der DDR. Dazu gibt es einen original ausgestatteten Konsum und eine umfangreiche Sammlung von Spielwaren aus der DDR-Zeit. Geplant und in Arbeit ist eine umfassende Ausstel-
lung über das Gesundheitswe-sen im Altkreis Perleberg mit einem original ausgestatteten OP-Saal.

Nach angeregten Gesprächen, Tipps und einem Informationsaustausch aller Anwesenden wünschte Dietmar Woidke, dass die an diesem Nachmittag vorgestellten Tätigkeiten viele Mitstreiter finden und dass die Ehrenamtler weiter mit Elan und Freude in ihrer so wichtigen Arbeit fortfahren – und so weiter als Vorbilder fungieren.

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erstellt am 05.Jan.2014 | 22:00 Uhr

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