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VR Bank mit Rekord : Rekorde bei Konten und Krediten

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Volks- und Raiffeisenbank bilanziert ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr: Mehr Mitglieder, mehr Konten, höhere Einlagen. Die VR-Bank und ihre Kunden können sich freuen.

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erstellt am 16.Jun.2017 | 15:00 Uhr

In allen relevanten Bereichen kann die Volks- und Raiffeisenbank Zuwächse verzeichnen. Diese Gesamtbilanz dürfte die 638 Genossenschaftler auf der Generalversammlung am Mittwochabend in Perleberg erfreut haben.

Umgekehrt freute der Vorstand sich über dieses große Interesse. „Dabei stellen wir doch nur unseren Geschäftsbericht vor“, so Martin Brödder, Vorstand der 3970 Mitglieder zählenden Genossenschaftsbank im gestrigen Pressegespräch.

Bei den Kontoeröffnungen habe es wiederholt einen Rekord gegeben. „Über 800 neue Konten sind es. Damit haben wir abzüglich der 450 Sterbefälle immer noch ein stattliches Plus und das bei sinkender Bevölkerungszahl“, unterstrich Brödder.

Die Geldeinlagen stiegen laut Geschäftsbericht um 13 Prozent, ein Zuwachs von 58 Millionen Euro auf jetzt rund 502 Millionen Euro. Sowohl Firmen als auch Privatleute zeigten sich investitionsfreudig: „Die Kundenkredite stiegen um 10,5 Prozent auf 400 Millionen Euro“, ergänzte Vorstand Ingo Schlender. Dies sei ein deutliches Zeichen für eine robuste Wirtschaft in der Prignitz. „Allein unser Haus hat für 90 Millionen Euro Kredite neue Projekte im vergangenen Jahr finanziert“, sagte Schlender. Dazu kämen der Eigenanteil der Investoren sowie die Kreditgeschäfte anderer Häuser in der Region.

„Rechnen wir alle Spareinlagen der Kunden zusammen, sind es rund 1,1 Milliarden Euro und für etwa sieben Milliarden Euro haben unsere Kunden Umsätze getätigt“, so Brödder. Damit sei das Prignitzer Institut im Landesvergleich unter den VR-Banken Spitzenreiter. „Die Kunden vertrauen uns“, nannte Martin Brödder den aus seiner Sicht wahrscheinlichsten Grund für das stete Wachstum.

Dabei werde das Marktumfeld für Banken schwieriger. „Die europäische Zinspolitik geht nicht spurlos an uns vorbei, sondern kostet uns Geld“, sagte Schlender. Für die vorgehaltene Liquiditätsreserve in Höhe von 25 Millionen Euro zahle die Bank jährlich rund 100 000 Euro Strafzinsen. Weitere 150 000 Euro muss die Bank in den europäischen Rettungsfonds für Banken einzahlen, „obwohl wir nie in den Genuss einer Hilfe kommen würden“, meinte Brödder. Selbst wenn das robuste Sicherheitssystem im deutschen Verbund der VR-Banken im Falle einer Pleite nicht ausreichen sollte, wäre die Prignitzer Bank niemals systemrelevant und hätte damit keine Aussichten auf Hilfen aus dem europäischen Topf. „Warum müssen wir also einzahlen?“, fragt sich Martin Brödder.

Kunden müssen sich angesichts dieser Belastungen aber keine Sorgen machen. Weder sei eine der zwölf Filialen von einer Schließung bedroht, noch werde der Bankbus eingestellt und auch im Bereich der Gebühren gebe es keine Veränderungen. Dank der steigenden Kundenzahl sei das auch mittelfristig nicht zu befürchten.

Gleichzeitig werde investiert. Das seien keine großen Komplettsanierungen, sondern meist laufende Anpassungen, wie der Austausch von Geldautomaten oder eine Überarbeitung der Internetseite.

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