Unfall an Bahnübergang in Pritzwalk : Regionalzug erfasst Transporter

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Zwei Schwerletzte bei Kollision am späten Dienstagabend an unbeschranktem Bahnübergang in der Pritzwalker Hermann-Holz-Straße.

svz.de von
20. November 2014, 08:00 Uhr

Die beiden Fahrgäste des Regional-Expresses in Richtung Wittstock hatten am Dienstagabend gegen 21.30 Uhr, als sie das Hupen und einen lauten Knall hörten, mit dem Schlimmsten gerechnet. Der Zug hatte am unbeschränkten Bahnübergang in der Hermann-Holz-Straße in Pritzwalk einen VW T5-Transporter erfasst. Die beiden Insassen des Transporters kamen schwer verletzt ins Krankenhaus.

Der 34-jährige Fahrer des Transporters hatte offensichtlich beim Überqueren des Bahnübergangs nach rechts gesehen, ob die Bahnstrecke frei ist – registrierte jedoch den Regional-Express nicht, der in Richtung Wittstock/Dosse fuhr und sich von links näherte.

Der Lokführer hatte noch durch mehrfaches Hupen versucht, auf den Zug aufmerksam zu machen und hatte sofort eine Gefahrenbremsung eingeleitet, dennoch erfasste er den Transporter am Heck. Der Regional-Express riss den VW komplett auf, schob das Auto, das dabei ein Andreaskreuz begrub, neben den Bahnübergang.

Der Zug kam nach etwa 50 Metern zum Stehen. Der Lokführer sowie die beiden im Zug befindlichen Fahrgäste blieben unverletzt. Schnell eilten Fahrgäste und Lokführer zum Unfallwrack und leisteten erste Hilfe. Der Fahrer sowie sein 41-jähriger Beifahrer, der hinten saß, kamen schwer verletzt ins Krankenhaus. Hätte der Beifahrer hinten rechts gesessen, wäre es wahrscheinlich noch sehr viel schlimmer ausgegangen.

Die Bahnstrecke Wittenberge–Wittstock wurde gesperrt. Zu weiteren Einschränkungen im Schienenverkehr kam es aber nicht, da dieser Zug der letzte am Tage war. Ein Fahrgast setzte dann mit seinem mitgenommenen Fahrrad seine Strecke fort, der andere wurde mit einem Taxi nach Hause gebracht.

Landes- und Bundespolizei haben die Ermittlungen aufgenommen. Es wird von einem Gesamtschaden in Höhe von rund 30 000 Euro ausgegangen. Der genaue Schaden am Triebwagen kann allerdings erst in der Werkstatt ermittelt werden. Im Einsatz waren am Dienstagabend zwei Rettungs- und ein Notarztwagen, Polizeikräfte sowie der Notfallmanager der Deutschen Bahn AG.



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