zur Navigation springen

Wirtschaftsraum Prignitz/Ruppin : Region A 24 schmiedet Bündnis

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Kommunen wollen von gemeinsamer Wirtschaftskraft über Kreisgrenzen hinweg profitieren

Regionen entlang von sternförmigen Verkehrsachsen in die Hauptstadtregion sollen künftig stärker entwickelt werden. Das plant die Landesentwicklungsgesellschaft. Und die Kreise Prignitz sowie Ostprignitz-Ruppin wollen davon profitieren. Über erste vage Ideen tauschten sich Donnerstagabend in Herzsprung am Autohof an der A 24 Vertreter aus Kommunen beider Landkreise aus. Dazu eingeladen hatte die Regionale Entwicklungsgesellschaft Ostprignitz-Ruppin.

„Die A 24 ist die wirtschaftliche Schlagader in der Region“, sagte der Ostprignitz-Ruppiner Landrat Ralf Reinhardt. Das Kirchturmdenken müsse man aufgeben, die Region als Ganzes begreifen und gemeinsame Entwicklungspotentiale für Wirtschafts- und Lebensräume schaffen.

Reinhardt warb dafür, die Auslastung der Gewerbegebiete Temnitztal, Wittstock-Heiligengrabe und Falkenhagen weiter voran zu bringen. Er machte keinen Hehl aus seinem Wunsch, ein gemeinsames Bündnis der Kommunen und Wirtschaftsvereinigungen schmieden zu wollen, um eine Zusammenarbeit zu manifestieren. Mike Blechschmidt vom Verein Wachstumskern Autobahndreieck Wittstock/Dosse sprach sich gegen die Ausweisung neuer Gewerbegebiete aus. Aufgrund der prekären Fachkräftesituation würde jede Neuansiedlung von Großindustrie vorhandene Unternehmen schwächen. Zugleich betonte er, dass für die unternehmerische Entwicklung die Infrastruktur deutlich wichtiger sei, als kommunale Grenzen oder Zuständigkeiten. Um die geballte Wirtschaftskraft deutlich zu machen, präsentierte Blechschmidt Zahlen vom brandenburgischen Landesamt Bauen und Verkehr.

Danach hätten in den Kommunen an der A 24 rund 3000 umsatzsteuerpflichtige Unternehmen ihren Sitz, die fast 32  000 Menschen beschäftigen und einen Umsatz von etwa 3,6 Milliarden Euro erzielen. Damit würden mehr als 60 Prozent der Wirtschaftskraft beider Landkreise Prignitz und Ostprignitz-Ruppin an der A 24 liegen.

Ziel müsse sein, einen Lebensraum zu entwickeln, um den Menschen aus der Hauptstadtregion eine Alternative zu bieten und auf diesem Wege für Fachkräfte zu werben, sagte Blechschmidt.

Eine gemeinsame Vermarktung der Region könnte ebenso das Ziel sein, wie die Schaffung guter Wohn- und Lebensbedingungen und der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur sowie des ÖPNV. So werde die A 24 ab 2018 dreispurig ausgebaut. Ralf Reinhardt warb für eine kreisübergreifende Konzentration auf die eigenen Stärken und für gemeinsame Projekte.

Der stellvertretende Pritzwalker Bürgermeister Dr. Ronald Thiel begrüßte die Initiative und verwies auf die gute Zusammenarbeit mit Wittstock und Heiligengrabe im kooperativen Mittelzentrum über bestehende Kreisgrenzen hinweg. Dieter Herm aus Wittstock machte deutlich, dass Wittstock das Vorhaben mittragen würde, aber auch die Entwicklung der B 189 als wichtige Ost-West–Achse weiter voranbringen möchte. So werde Heiligengrabe eine Ortsumgehung bekommen, was für eine noch bessere Anbindung an die A 24 sorgen und eine Querspange zwischen A 14 und A 24 bedeuten würde.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen