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Klartext : „Reden wir über Glöwens Zukunft“

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Lebhafte Debatte, kritische Worte und Ideen für den größten Ort der Gemeinde: Gemeindevertreter luden ihre Mitbürger ein.

von
erstellt am 23.Jan.2017 | 08:00 Uhr

„Ich kreuze keinen Zweitwunsch für eine Schule an. Ich will, dass unsere Schule hier erhalte bleibt, mein Sohn hier weiter lernt“, sagt Raik Grutza. Er gehört zu jenen Glöwenern, die sich am Samstagabend auf den Weg in die „Quelle“ gemacht haben. Drei Abgeordnete aus Glöwen – Jana Schegel, Wolfgang Sill-Kauder und Christopher Teschner – haben ihre Mitbürger eingeladen. „Wir wollen über Glöwen sprechen, darüber, was man hier ändern sollte und kann“, sagen sie und sie sprechen von „einem gewissen Abwärtstrend in Glöwen“, dem man sich entgegen stellen müssen. „Vielleicht haben wir gemeinsam gute Ideen“, sagt Sill-Kauder.

Die Zusammenkunft beginnt holprig. Es gibt Kritik. Die Abgeordneten müssten doch wohl wissen, dass „jetzt alle beim Weihnachtsbaumverbrennen der Feuerwehr sind“. Haben sie augenscheinlich nicht bedacht und sagen, beim nächsten Mal soll es besser klappen, ebenso mit dem Einladen. Damit jeder weiß, dass es so eine Versammlung gibt. Trotz allem kommt eine diskutier- und kritikfreudige Runde zusammen. Die Themen sind vielschichtig. Sind die Lampen an der Straße zu stark gedimmt oder müssen die Bäume verschnitten werden? Kann man wirklich Leute aus Berlin für Glöwen als Wohnort interessieren, wenn die Steuerhebesätze so hoch sind? Warum reinigen die Gemeindearbeiter die Gosse einer Landesstraße und die Bürger bezahlen es? Warum müssen die Kinder der Fußball-AG an der Schule auf blankem Mutterboden spielen?

Manches können Teschner, Schegel und Sill-Kauder sofort beantworten, anderes müssen sie in der Gemeindevertretung klären. Eine gute Botschaft hat Sill-Kauder für die kleinen Fußballer. Die Gemeinde bemüht sich um Fördergeld für einen Bolzplatz an der Schule.

Stichwort Schule und Jugendclub. „So lange wir die behalten, hat Glöwen eine Zukunft. Dafür müssen wir alles tun“, ist Raik Grutzka überzeugt und meint damit auch die Gemeindevertreter aus seinem Ort.

In Glöwen wohnt mit rund 1000 Bürgern gut ein Drittel aller Einwohner der Gemeinde Plattenburg. „Aber wann hat die Gemeindevertretung hier Mal getagt?“ Sie könne sich nicht erinnern, sagt Kriemhild Heering. Dabei sei das bei Bildung der Gemeinde Plattenburg vereinbart worden. Die drei Gemeindevertreter haben sich auf jeden Fall vorgenommen, ihre Wähler regelmäßig zu derartigen Runden einzuladen. Norbert Heise als einer, der kräftig mitdiskutiert hat, findet es gut, „wenn wir einfach mal besprechen, was Sache ist.“  

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