Reckenziner Wehr hat aufgrund der Lage Prioriät

svz.de von
05. Dezember 2013, 00:33 Uhr

„Das Problem ist eindeutig dargestellt. Wir müssen es lösen“, sagte Karstädts Bürgermeister Udo Staeck. Der Bau- und Ordnungsausschussvorsitzende Maik Hortig meinte: „Wir gucken Anfang des Jahres, wenn wir den Haushalt beschließen, was machbar ist.“ Diese Aussagen beziehen auf den Bereich der Feuerwehren und da ganz speziell die Situation in den Ortswehren von Reckenzin und Dargardt. Beide verfügen über kein einsatzbereites Fahrzeug mehr. Die Wagen haben beide mittlerweile über 40 Jahre auf dem Buckel. Und das da etwas geschehen muss, ist allen klar, wie auf der Sitzung des Bau- und Ordnungsausschusses am Dienstagabend betont wurde. „Wir brauchen beide Wehren“, betonte Hortig. Nur die Frage ist, wie kann man das Problem lösen, dass beide einsatzfähig sind?

Beide Ortswehren stellten für das kommende Jahr einen Antrag auf Ersatz und zwar für ein wasserführendes Fahrzeug. Doch das Gemeindesäckel gibt nicht so viel her. Insgesamt stehen 258 000 Euro Investitionspauschale für 2014 bereit. „Und die wollen wir auch nicht überschreiten“, betonte Staeck. So hat man vorläufig 60 000 Euro in die Planung eingestellt. „Es ist ganz klar, Reckenzin wird zuerst bedient aufgrund der Lage“, so Hortig. „Dargardt muss mit dem Rest klarkommen“, fügte Staeck hinzu.


„Wir müssen die Feuerwehr mobil halten“


Zum einen müssten die Reckenziner Kameraden die Bahnlinie in ihrer unmittelbaren Nähe im Blick haben, zum anderen sind sie von den anderen Ortsteilen der Gemeinde Karstädt weit weg. Das sieht bei Dargardt schon anders aus, wie im Ausschuss angemerkt wurde. „Die Dargardter Kameraden haben Garlin und Karstädt fast vor der Tür“, so der Ausschussvorsitzende, der aber zugleich betonte: „Wir müssen die Feuerwehr mobil halten.“

Da gebe es allerdings verschiedene Varianten. In Reckenzin wird man nicht um ein Fahrzeug mit Wassertank (500 Liter) umhinkommen. Natürlich kein Neues. Auch die Reckenziner Kameraden wissen, dass eine Neuanschaffung überhaupt nicht realisierbar ist. Da Dargardt eine bessere Anbindung hat, könnte dort ein Mannschaftstransportwagen mit TSA spruchreif werden. „Wir haben jüngst gesehen, als bei Avena - Gott sei Dank war es ein Fehlalarm - um die Mittagszeit der Alarm losging. Sechs Wehren waren mit 24 Kameraden da. Wir brauchen einen MTW, um Personal ’ranzuschaffen“, bemerkte Hortig. Eine weitere Option könnte sein, dass man zwei Altfahrgestelle beschafft und sie dann aufbaut – auch mit Wassertank denkbar. Doch das sind alles Kostenfragen. Man habe schon mal im Internet sich schlau gemacht – für ein gebrauchtes Fahrzeug um die 20 Jahre alt sei man auch schon mit 35 000 bis 40 000 Euro dabei. Da Reckenzin Vorrang genießt, machte Staeck eine einfache Rechnung auf: „Je günstiger es für Reckenzin wird, je mehr bleibt für Dargardt.“

Die Diskussion wird in den nächsten Wochen weitergehen, um eine für alle Seiten befriedigende Lösung zu finden. Letztendlich entscheiden werden die Gemeindevertreter Anfang des Jahres.

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