Raupen sind geschwächt

Der Kreis möchte 2016 erneut den Eichenprozessionsspinner bekämpfen. Befallene Flächen können dem jeweiligen Ordnungsamt gemeldet werden.
Der Kreis möchte 2016 erneut den Eichenprozessionsspinner bekämpfen. Befallene Flächen können dem jeweiligen Ordnungsamt gemeldet werden.

Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners war in diesem Jahr erfolgreich / Kreis plant 2016 Fortsetzung

svz.de von
16. September 2015, 09:06 Uhr

Auf rund 2400 Hektar wurde in diesem Jahr der Eichenprozessionsspinner aus der Luft bekämpft. Hinzu kommen rund 2000 Bäume an 100 Standorten, die vom Boden aus bearbeitet wurden. Über dieses Ergebnis informiert der Landkreis Prignitz. Er hatte die zweite kreisweite Bekämpfung in Folge koordiniert und bereitet bereits den Einsatz im kommenden Jahr vor.

„Die Bekämpfung aus der Luft verlief fast reibungslos“, heißt es in der Mitteilung. Schwerpunkt bei der Bodenbekämpfung waren die Gebiete um Lenzen und Bad Wilsnack, wobei im Raum Rühstädt noch einmal nachbekämpft werden musste. Auf den bekämpften Flächen wurde ein sehr guter Erfolg erzielt, ein Befall mit Eichenprozessionsspinner auf besagten konnte zu fast 100 Prozent verhindert werden, zieht der Landkreis ein positives Fazit.

Die Bekämpfung mit dem Mittel Dipel ES ist nicht unumstritten, vor allem Naturschutzbehörden kritisieren den großflächigen Einsatz, fürchten, dass andere Arten ebenfalls geschädigt werden könnten. Allerdings erhielt der Landkreis eine Genehmigung für die Aktion durch das Landesumweltamt. Im Vorfeld hatte es unter anderem Verträglichkeitsprüfungen auf bestimmten Flächen gegeben, sagte Bernd Lindow, Sachgebietsleiter Natur- und Gewässerschutz beim Landkreis. Auch die Oberförstereien seien erfreut darüber, dass die Bekämpfung trotz schwieriger Ausgangslage und verschiedener rechtlicher Hürden gut gemeistert wurde. Sie hatten genau wie Kommunen und Privateigentümer befallene Flächen gemeldet. Der Kreis hatte diese alle erfasst, den Auftrag ausgeschrieben und war finanziell in Vorleistung gegangen.

Die Beteiligten sind sich einig, die Aktion fortzuführen. Alle Bürger werden deshalb aufgefordert, befallene Bäume bis zum 2. Oktober dem Ordnungsamt der jeweiligen Kommune zu melden. Nur so könne die Bekämpfung für das nächste Jahr geplant und beantragt werden.

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