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Perleberger Einzelhändler : Rathaus wird zum Adventskalender

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Einzelhändler überzeugen Jury beim IHK-Wettbewerb mit „Perleberger Türen verbinden“ – ein vorweihnachtliches Event mit 24 Aha-Effekten

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erstellt am 26.Apr.2016 | 05:00 Uhr

Platz eins und 4500 Euro für das Projekt „Perleberger Türen verbinden“. Dahinter verbirgt sich ein Adventskalender, aber eben nicht irgendeiner. „Andere punkteten in den Vorjahren beim Wettbewerb, den die IHK Potsdam auslobt, um die Innenstädte zu beleben, vor allem mit Festen“, weiß Michelle Köster, zuständig für Stadtmarketing bei der Verwaltung. Also setzten die Perleberger auf etwas ganz anderes, „etwas Besonderes“, fügt Geschäftsinhaberin Jenny Porep an. Und dabei fiel der Blick aufs Perleberger Rathaus. Denn es ist nicht nur ein architektonischer Hingucker der historischen Altstadt, sondern es hat wie ein Adventskalender 24 Fenster – wenn auch nicht alle von einheitlicher Größe und Form. Jedes steht zur Adventszeit für ein Kalendertürchen, das entsprechend mit LED ausgeleuchtet und am jeweiligen Tag „morgens um halb zehn in Perleberg“ geöffnet wird. Allerdings nicht das Fenster, sondern hinter einem als Tür nachempfundenen Banner in Rathausnähe verbirgt sich dann ein Highlight, das ein Händler, Gastronom, Dienstleister oder Handwerker an diesem Tag offeriert.

„24, die mitmachen, haben wir und wenn es gut läuft, dann soll Perleberg fortan immer zur Adventszeit ,morgens um halb zehn’ lukrative Angebote der Innenstadthändler offerieren. ,Verpackt’ werden sollen diese möglichst in kleinen Wortspielereien, wie die Einladung zum ,Augenschmaus beim Optiker’, erläutert Diana Stürzebecher von Willam Optik.

Die Idee war somit geboren und sie stieß ziemlich schnell auch auf Zustimmung am Händlerstammtisch. Hinsichtlich der Umsetzung war man dann aber doch eher einwenig abwartend, räumen die Akteure offen ein. „Doch wir wollten es einfach wissen, waren selbst Feuer und Flamme“, erzählt Jenny Porep. Für die Gastronomen geht Roy Hartung in den sprichwörtlichen Ring, Jenny Porep vertritt die Geschäftsleute, Optikermeisterin Diana Stürzebecher das Handwerk. Die Stadt ist mit Marketing und Wirtschaftsförderung dabei. Und gemeinsam wurde ein Konzept erstellt, eingereicht und „dann hieß es Daumen drücken. Aber wir waren fest von unserem Konzept überzeugt“, so Roy Hartung und Jenny Porep. Als sie dann am Freitag zur Auszeichnungsveranstaltung nach Potsdam eingeladen wurden, keimte Hoffnung. „Der fünfte Platz war vergeben, der vierte, der dritte und wir waren immer noch nicht dabei“, schildert Jenny Porep das Wechselbad der Gefühle, in dem sie sich bewegten. Dann: Gewinner in der Kategorie Event „Perleberger Türen verbinden“. „Ehrlich, mir kullerten vor Freude schon einpaar Tränchen“, gesteht die junge Geschäftsfrau.

Die 4500 Euro seien ein super Startkapital, denn nun gehe es an die Umsetzung. Und da wird neben den einfallsreichen Offerten der Händler und Gewerbetreibenden auch handwerkliches Geschick gefragt sein. „Wie die Konstruktion für die Fenster letztlich aussehen wird, kann ich noch nicht sagen“, so Roy Hartung. „Wir lassen uns schon etwas Werbewirksames einfallen“. Aus den Fenstern des Rathauses soll das Licht zur Adventszeit nicht nur leuchten, sondern strahlen, darin sind sich alle einig.

Das erste Mal waren Händler, Gastronomen, Dienstleister und Handwerker der Rolandstadt mit einem Konzept beim Wettbewerb City-Offensive der IKH Potsdam am Start und holten, wie geschildert, faktisch aus dem Stand den Sieg in der Kategorie Event. „Dieses Event zu etablieren, wäre natürlich unser Wunsch, unser Ziel“, ergänzt Michelle Köster.  

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