Karstädter mit eigenem Youtube-Kanal : Rasanter Zugriff in den vergangenen drei Monaten

Die Videos für seinen eigenen Kanal produziert der Karstädter Colin Gluth an seinem Tablet.
Die Videos für seinen eigenen Kanal produziert der Karstädter Colin Gluth an seinem Tablet.

Der 18-jährige Gymnasiast Colin Gluth aus Karstädt diskutiert auf eigenem YouTube-Kanal Weltraumerkundungs-Videospiel.

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20. August 2015, 12:00 Uhr

„Ich hatte schon immer Spaß Videos zu machen – schneiden und Musik drüber legen“, sagt der Karstädter Colin Gluth. Der Schüler des Marie-Curie-Gymnasium in Wittenberge hat in den vergangenen drei Jahren bereits um die 300 Videos zusammengeschnitten und im Netz auf seinem eigenen YouTube-Kanal hochgeladen.

Vor drei Jahren entwickelte der Gymnasiast seine Leidenschaft dafür. Er hatte schon immer eine Affinität für Computer und Programmierung. „Im Durchschnitt haben meine Videos so zwischen 300 und 800 Aufrufe“, sagt er. Es fing alles damit an, Videospiele zu kommentieren. Zu Anfang habe er Probleme mit dem Ton gehabt. „Ich habe ein bisschen rumexperimentiert und jetzt habe ich das ganz gut im Griff“, meint Colin Gluth.

Und dann fing er Anfang dieses Jahres an, sich ein bestimmtes Videospiel vorzunehmen. Und zwar „No Man’s Sky“, das noch nicht auf dem Markt ist, aber schon im Internet rauf und runter diskutiert wird. Vor gut zwei Jahren stellte das kleine Entwicklerstudio Hello Games aus Großbritannien dieses Spiel erstmals vor. Wann das Weltraumerkundungsspiel, es geht darum zu einzelnen Planeten aufzubrechen, genau erscheint, lässt der Hersteller noch offen. Auch auf der Anfang August in Köln bei der weltgrößten Computerspielemesse Gamescom war „No Man’s Sky“ ein Thema. Und der Schüler ließ es sich nicht nehmen, in die Rheinmetropole zu fahren. „Es macht schon Spaß, mit Freunden dort zu sein. Aber zu No Man’s Sky lief nur ein alter Trailer. Das war eher enttäuschend.“

Viele Leute diskutieren aber im Netz ohne Ende eben über dieses „Weltraumabenteuer“. Und der Karstädter ist dabei. „Ich habe dazu im Januar ein Video zusammengeschnitten, es einfach mal ins Netz gestellt und es laufen lassen. Erst tat sich nicht viel. Dann habe ich Mitte April ein zweites zusammengestellt, und dann lief es wie von selbst“, sagt der 18-Jährige. Seine Infos zieht er sich aus dem Internet. Inzwischen stellte er über dieses von Tausenden Fans erwartete Spiel über 50 Videos, in denen er sich „Elca“ nennt, her und hat regen Besuch auf seiner Seite. „Ich habe das Ziel, jeden Kommentar zu beantworten. Allerdings Kritik ohne Begründung ignoriere ich.“ Man sollte jetzt nicht denken, dass der 18-Jährige nur vor dem Tablet sitzt. Drei- bis viermal die Woche geht der Sprinter zum Leichtathletik-Training. „Sport ist für mich ein Ausgleich zur Schule“, so Colin, der nächstes Jahr sein Abitur macht.

Zum Herstellen eines Fünf-Minuten-Clips benötigt er zwischen zweieinhalb und dreieinhalb Stunden: Infos suchen und auswerten, Script schreiben, vertonen, Musik raussuchen und schneiden und das Video schneiden.

Auf seinem YouTube-Kanal (www.YouTube.com/DasElcaLP) verzeichnet er 1353 Abonnenten und rund 138 000 Aufrufe, etwa 99 Prozent davon in den vergangenen drei Monaten. Nicht ohne Stolz sagt er: „Wenn man das zusammenrechnet, haben meine Videos eine durchgehende Laufzeit von rund 330 Tagen.“ Und der Gymnasiast hat Visionen. Er plant zum Weltraumerkundungsspiel ein interaktives „Let’s Play“, das heißt: „Ich spiele dort quasi das Spiel für mich, erzähle dabei und lade das ins Netz, aber es besteht die Möglichkeit, das auch live mit meinen Zuschauern zu tun und dann den Livestream am Let’s Play anzuknüpfen und später alleine weiterzuspielen.

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