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Der Prignitzer

23. September 2017 | 02:27 Uhr

Rambower Moor erlebbarer machen

vom

svz.de von
erstellt am 28.Okt.2010 | 06:57 Uhr

Boberow | Das Rambower Moor ist schon lange kein Geheimtipp mehr für Naturliebhaber. Doch soll es im Rahmen einer Kampagne, die die Tourismus-Marketing GmbH Brandenburg 2011 zum Naturtourismus startet, eine weitere Aufwertung für die Besucher erfahren.

Agnes Franck, Studentin für Umweltmanagement und Infrastrukturplanung an der Fachhochschule Wiesbaden, sah sich die touristischen Potenziale des Rambower Moores in einem von der Commerzbank geförderten Open-Air-Semester im Biosphärenreservat Brandenburgische Elbtalaue genauer an. Die Ergebnisse ihrer Untersuchungen diskutierte sie vor wenigen Tagen mit Akteuren, Einwohnern und Landwirten rund um das Moor. Gestern traten Studentin, Biospärenreservatsleitung, Tourismusverband Prignitz und Seegemeinde Boberow vor die Presse.

Ein Manko, das die Studentin feststellte, ist die Ausschilderung. Künftig sollen in Boberow, Mellen, Rambow und Nausdorf Begrüßungsschilder die Besucher willkommen heißen und auch Wegweiser zum Moor angebracht werden. Mit gegenseitigen Hinweisen seien zudem die einzelnen Aussichtspunkte rund um das Moor besser zu verbinden. "Ein großes Potenzial bieten die Quellen von Mellen, Besuchern lässt sich hier der Ursprung des Durchströmungsmoores erläutern", so Franck weiter. Außer dem Aufstellen von Infotafeln sei der alte Bohlenpfad zu erneuern. "Auch müssen wir den Besuchern klar machen, dass sie sich in einem Naturschutzgebiet befinden und wir Menschen es in der Hand haben, es zu erhalten oder verkommen zu lassen", betonte Dr. Detlef Guhl, Vorsitzender der Seegemeinde Boberow. "Insgesamt geht es darum, den Gästen das Moor erlebbar zu machen, ohne dass ein Besucher abhanden kommt", unterstrich Biosphärenreservatsleiterin Jeanette Fischer. Natur, Kultur und Geschichte seien in der Öffentlichkeitsdarstellung miteinander zu verknüpfen.

"Wir haben Entwicklungspotenzial genug. Wichtig ist, dass ernsthaft an der Umsetzung gearbeitet wird, so dass auch die Menschen in den Orten Mut fassen, Fremdenzimmer, Pferdeausspanne usw. anbieten", so Dr. Guhl.

"Es geht uns darum, ein Premiumprodukt mit überregionaler Ausstrahlung entstehen zu lassen", fügte Uwe Neumann, Geschäftsführer des Tourismusverbands Prignitz, an. Ein Highlight des Premiumprodukts könnte der Moorlauf "Sich bewegen, was erleben und was bewegen" am 17. April 2011 werden. Mit im Boot sitzen der Kreisjugendring Prignitz und Christian Ebert, Betreiber der Moorscheune, der gestern Gastgeber des Pressegesprächs war, sich naturtouristisch engagiert und künftig Anlaufpunkt für entsprechende Angebote wird. Zum Moorlauf über 13,5 Kilometer sind Läufer und Nordic Walker gleichermaßen willkommen.

Die fünf Euro Startgebühr kommt dem Schutz des Moores und sozialen Anliegen gleichermaßen zugute. Schulklassen können den sozialen Anteil für die Klassenkasse nutzen. Verbunden werden soll der Moorlauf mit einem Hofmarkt an der Moorscheune mit regionalen Anbietern zu Wellness und Gesundheit.

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