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Der Prignitzer

22. Oktober 2017 | 04:30 Uhr

Rainer Greve folgt auf Wolfgang Schulz

vom

svz.de von
erstellt am 08.Dez.2011 | 09:40 Uhr

Prignitz | Zum 1. März nächsten Jahres gibt es einen Wechsel in der Geschäftsführung des Prignitzer Kreisverbandes der Arbeiterwohlfahrt (Awo): Wolfgang Schulz geht in den Ruhestand und wird abgelöst von Rainer Greve. Die 15 Mitglieder des Awo-Kreisausschusses hatten am Dienstag einstimmig für Greve votiert. Darüber informierte gestern Hans Burwig, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Vereins, in einem Pressegespräch in Pritzwalk. Insgesamt, so Burwig, hatten sich elf Kandidaten auf die Position beworben, darunter eine Frau. Fünf Bewerber seien in die engere Auswahl gekommen.

Rainer Greve führt dann - wie bereits seit 2004 Wolfgang Schulz - nicht nur den Kreisverband, sondern auch die Awo Prignitz gemeinnützige GmbH sowie die Awo "Arche" GmbH. Das Unternehmen Awo Prignitz zählt derzeit rund 280 Beschäftigte, der Verein hat kreisweit mehr als 1300 Mitglieder. Mit ihren Angeboten, Betreuungs- und Begegnungsstätten erreiche die Awo allerdings noch ein Vielfaches dieser Zahl, wie Rainer Greve unterstreicht.

Den meisten Prignitzern dürfte der 44-Jährige als stellvertretender Pritz walker Bürgermeister sowie als Verwaltungschef des Amtes Pritzwalk-Land bekannt sein. Amtsdirektor war er von 1992 bis kurz vor der Gemeindegebietsreform, die am 1. Januar 2003 in Kraft trat. Mit dem Gedanken, sich beruflich zu verändern, trug Rainer Greve, der in Falkenhagen lebt, sich schon seit längerem. "Es gab auch die Option, aus der Prignitz wegzugehen, in den Berliner Raum", so Greve. Der gebürtige Prignitzer nutzte jedoch mit seiner Entscheidung, sich auf die Awo-Geschäftsführung zu bewerben, ein Angebot in der Region - nicht zuletzt aus familiären Gründen.

Als Geschäftsführer werde er die angearbeiteten Projekte fortsetzen, konsolidieren und mit Leben erfüllen, sagt Rainer Greve und nennt in diesem Atemzug die derzeit größte, laufende Investition des Kreisverbandes in Wittenberge, wo die Awo im Jahnschulviertel an der Ecke Johannes-Runge-Straße/Röhlstraße ein barrierefreies Wohnquartier errichtet. Baubeginn war am 30. September 2010. Gleichwohl sei es natürlich perspektivisch wichtig, auch neue Geschäftsfelder zu erschließen. Einen weiteren Schwerpunkt seiner künftigen Aufgabe sieht Rainer Greve in der Fachkräfteproblematik, speziell was die qualifizierte Arbeit mit behinderten und mit älteren Menschen angeht. Seit drei Jahren bildet die Awo in der Prignitz selbst aus. Zwischen den Unternehmen in der Sozialwirtschaft herrsche eine Konkurrenzsituation, der die Awo nicht nur mit dem Heranziehen eigenen Nachwuchses und einer Personalentwicklungsplanung, sondern auch mit einem angemessenen, modernen Vergütungssystem begegnen will, wie Rainer Greve unterstreicht.

Geschäftsführer Wolfgang Schulz konnte gestern krankheitsbedingt nicht am Pressegespräch teilnehmen.

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