zur Navigation springen
Der Prignitzer

20. November 2017 | 22:19 Uhr

Rätsel um den Tod zweier Schafe

vom

svz.de von
erstellt am 03.Apr.2013 | 05:40 Uhr

Wittenberge | Zwei tote Schafe im Schnee. Ein Wittenberger stieß Mitte März auf die Tiere, als er im Ziegeleiweg unterwegs war. Besagter Weg führt von der Wahrenberger Straße aus Richtung Elbdeich, wird von Spaziergängern und Radfahrern auch im Winter benutzt.

"Das Bild hat sich mir eingeprägt, vor allem auch, weil die Köpfe der Schafe vom Rumpf getrennt im Schnee lagen", erzählt der Wittenberger, als er zu Beginn dieser Woche den "Prignitzer" über seinen Fund informiert. Denn trotz Information an die Polizei blieben die tierischen Überreste fast zwei Wochen lang liegen, wurden allerdings immer weniger. Wahrscheinlich haben sich Bewohner von Wald und Flur bedient.

Der Elbestädter gibt im Gespräch mit dem "Prignitzer" auch unumwunden zu, dass er sich natürlich Gedanken gemacht hat, wie die Tiere zu Tode gekommen sind, ob sie niemand vermisst.

Ein Frage, die sich jetzt wohl kaum noch klären lässt. Denn mittlerweile sind, wie das vom "Prignitzer" informierte Veterinäramt der Kreisverwaltung feststellte, keine Überreste der Tiere mehr zu finden. Hätte es sich anders verhalten, hätte das Amt nach den Worten seiner Leiterin Dr. Sabine Kramer, 2. Beigeordnete des Landrates, die Beseitigung der Tierkadaver bzw. der Überreste veranlasst. Eine Pflicht, die dem Eigentümer obliegt. Dieser ist allerdings nicht feststellbar, weil auch keine Ohrmarken gefunden wurden. Obwohl, wie Dr. Kramer sagt, Schafe spätestens im Alter von neun Monate oder wenn sie in einen anderen Bestand verbracht werden, Ohrmarken erhalten müssen.

Noch mal zum Tod der Schafe: Natürlich stellt sich auch die Frage, ob ein wildernder Hund oder vielleicht sogar ein Wolf mit im Spiel war. Die Redaktion wandte sich an den ehrenamtlichen Wolfsbetreuer für die Prignitz, Andreas Hagenguth. Kann Isegrim die Tiere gerissen haben? Hagenguth sagt eindeutig: "Das ist äußerst unwahrscheinlich", zumal es keine aktuellen Hinweise auf die Anwesenheit eines Wolfs gebe. Und er bittet dringend, nicht zu spekulieren.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen