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Umweltpraktikant : Radwege und Natur verknüpft

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Malte Klauke war fünf Monate Commerzbank-Umweltpraktikant im Biosphärenreservat – und hat das Radwegnetz neu gedacht

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erstellt am 16.Sep.2014 | 22:25 Uhr

250 Kilometer auf dem Drahtesel, die rein rechnerisch alle zehn Kilometer an einem der 24 „Haltepunkte Natur“ vorbeiführen – mit diesem Projekt hat Malte Klauke in den vergangenen fünf Monaten den Radtourismus in der Prignitz komplett neu gedacht.

Eigentlich studiert der 25-Jährige Wirtschaftswissenschaften in Bielefeld. Um der trockenen Theorie Praxiserfahrung entgegenzusetzen, hatte er sich bei der Commerzbank um eine Stelle als Umweltpraktikant beworben, wurde angenommen und konnte so fünf Monate lang in der Rühstädter Biosphärenreservatsverwaltung arbeiten.

„Mein zentrales Anliegen war es, das gut ausgebaute Radwegnetz in der Prignitz und die Naturhaltepunkte miteinander zu verknüpfen und so die Radler zum Anhalten und Verweilen zu animieren.“ Die Knotenpunktwegweisung sei zwar gut, spreche aber vor allem Durchreisende an. „Es fehlte bislang an Rundtouren, die Bezug zur umgebenden Natur nehmen und die sehr informativen Haltepunkte integrieren“, erklärt Klauke, der während seines Praktikums sechs solcher Touren zwischen 20 und 65 Kilometern konzipiert, beschrieben und fotografiert und auch selbst erradelt hat. Highlight ist der Entwurf einer siebenten Tour, die als geführte Radwanderung die Natur des Rühstädter Bogens für Touristen erlebbar machen soll.

„Die Praktikanten leisten für uns eine unschätzbare Arbeit“, lobt Dr. Sven Rannow, Leiter der Rühstädter Biosphärenreservatsverwaltung, das Engagement der Commerzbank und der jungen Leute. „Hier bekommt jemand die Chance, sich intensiv in ein Thema einzuarbeiten und gründlich zu recherchieren. Maltes Ergebnisse wollen wir an den nächsten Praktikanten weitergeben, der darauf aufbauen kann.“ So sei geplant, die Routen beispielsweise in einem Flyer und im Internet zu veröffentlichen. Neben der Arbeit an ihren konkreten Projekten sammeln die Praktikanten auch Erfahrungen darüber hinaus. „Die Zertifizierung der FFH-Partner war für mich als Wirtschaftswissenschaftler natürlich sehr interessant, aber auch die Kinder- und Jugendarbeit mit der Naturwacht hatte ihren Reiz“, resümiert Malte Klauke.

Seit 1990 schreibt die Commerzbank für das Umweltpraktikum jährlich 50 Stellen aus. „Wir sind für den Rahmen zuständig, für die Ausschreibung und die Vergütung. Die Inhaltliche Arbeit und Auswahl der Praktikanten ist Sache unserer Partner“, sagt Commerzbank-Sprecher Mathias Paulokat. Das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg sei seit 2002 Partner der Commerzbank, die Zusammenarbeit werde über die Wittenberger Filiale organisiert. Ab Ende September können die nächsten Bewerbungen eingereicht werden, sagt Paulokat. Interessenten finden unter www.umweltpraktikum.com Informationen zum Verfahren.

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