Wittenberge : Radsatzfertigung jetzt hochmodern

Detlef Devantier (l.) erläutert den Gästen beim Rundgang an der neue Radsatzfertigung die hochmoderne Ultraschallprüfung, mit dabei Wirtschaftsminister Gerber (2. v. l.). Fotos: Barbara Haak
Detlef Devantier (l.) erläutert den Gästen beim Rundgang an der neue Radsatzfertigung die hochmoderne Ultraschallprüfung, mit dabei Wirtschaftsminister Gerber (2. v. l.). Fotos: Barbara Haak

20 Millionen Euro-Investition nützt auch der Standortsicherung. Gut die Hälfte der Projektmittel fließt in regionale Unternehmen

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26. September 2017, 05:00 Uhr

Wie funktioniert die Ultraschallprüfung? Detlef Devatier, seit 34 Jahren im Werk der Bahn beschäftigt und seit 20 Jahren Prüffachmann, hat interessierte Zuhörer, als er das erläutert. Die Ultraschallprüfstation gehört zur neuen Radsatzwerkstatt, die gestern offiziell in Betrieb ging. Aus diesem Anlass waren neben regionalen Vertretern aus Politik und von Wirtschaftsverbänden auch Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) und Joachim Trettin, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Brandenburg, in das Werk gekommen.

Die Umstellung von der bisherigen auf die neue, hochmoderne Technik sei seit Juli, August im vollen Gange, sagt Werkleiter Dirk Fischer und kündigt an, dass in der neuen Werkstatt bis zu 110 Mitarbeiter tätig sein werden. In einigen Bereichen der Radsatzfertigung werde jetzt bereits in drei Schichten gearbeitet, weitere sollen folgen. Dafür benötige das Werk zusätzliche Mitarbeiter. Sie werden künftig vor allem mehr Laufradsätze für die ICE-Fernverkehrsflotte aufarbeiten. Mit der neue Technik erhöht sich in der Radsatzfertigung die Effizienz bei gleichzeitig leichteren Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten, so der Konzernvertreter. In Zahlen ausgedrückt, sollen bis Jahresende das hiesige Kompetenzzentrum insgesamt 13  000 Radsätze verlassen haben. Das entspreche einer Steigerung von rund einem Drittel.

Von dem 20 Millionen Euro-Investvolumen blieb über die Hälfte in der Region, weil die Projektaufträge hier vergeben wurden. „Wir haben lange diskutiert, heftig gearbeitet und viel Geld ausgegeben“, charakterisiert Trettin das Engagement der Bahn und bezeichnet die Investition als eine zur Sicherung von Arbeitsplätzen in der Stadt. Gegenüber dem „Prignitzer“ bekräftigt Trettin im Gespräch, dass die Investition als Stärkung des Werks und als Ausdruck für die Verantwortung der Bahn gegenüber dem Werk zu sehen sei.

Die Sicherung des Standorts und der Arbeitsplätze thematisiert auch der Wirtschaftsminister. Er sieht das Konzernengagement als „ein gutes Signal dafür, dass der Standort Wittenberge unter dem Dach der Deutschen Bahn eine Perspektive hat“. Das Werk sei eine wichtige Stütze der regionalen Wirtschaft. Wittenberges Bürgermeister Oliver Hermann greift den Gedanken auf, spricht das Zusammenspiel in der Region an, das Erfolge befördere und versichert, die Stadt habe und werde Rahmenbedingungen schaffen, die dem Wirtschaftsstandort förderlich sind.  

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