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Tragischer Brand in Klein Langerwisch : Radleroase brennt lichterloh

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Feuer vernichtet in nur zwei Stunden das Lebenswerk von Lieselotte Fortmann

svz.de von
erstellt am 02.Feb.2016 | 18:15 Uhr

„Ist das nicht schrecklich? Das ist einfach nur schrecklich!“, sagt Lieselotte Fortmann und vergräbt ihr Gesicht weinend in den Händen. Ihr Lebenswerk ist innerhalb von zwei Stunden ein Raub der Flammen geworden und vollständig vernichtet. Die Radleroase in Klein Langerwisch, die wir noch vergangene Woche hier im „Prignitzer“ vorstellten, gibt es nicht mehr.

Gegen 13.30 Uhr brach gestern in der Küche, an der Giebelseite des alten Fachwerkhauses gelegen, ein Feuer aus. Lieselotte Fortmann alarmierte die Feuerwehr, sie und ihr Mann verließen das Haus, brachten das Auto in Sicherheit. Als sie wieder zum Haus kamen, war schon nichts mehr zu retten. Der starke Wind fachte die Flammen an und trieb sie durchs ganze Gebäude. Selbst gestandene Feuerwehrleute standen machtlos und kopfschüttelnd daneben. „Das ist unglaublich, wie schnell das durchbrennt“, sagt der Pritzwalker Wehrführer Adrian Zechser kopfschüttelnd.

Feuerwehrleute aus Pritzwalk, Wolfshagen, Kuhbier, Groß Langerwisch und Groß Pankow versuchen, die Flammen zu stoppen. „Das Einfamilienhaus mit Pension brannte bei ihrem Eintreffen in voller Ausdehnung“, sagt Dörte Röhrs, Sprecherin der Polizeidirektion Nord in Neuruppin. Ein Gastank wurde gesichert und ein kleines Nebengebäude vor den Flammen geschützt. Die Solaranlage auf dem Dach wurde ebenfalls ein Raub der Flammen so wie das gesamte Gebäude. Um 15 Uhr mussten die Wehren melden, so Röhrs, das Haus sei ’runter gebrannt. Sie beendeten ihren Einsatz. Als Brandwache blieben Kameraden aus Groß Langerwisch und Kuhbier zurück.

Hilflos hatten die beiden Bewohner und die Feuerwehrleute mit ansehen müssen, wie der Dachstuhl Stück für Stück zusammenbrach, am Ende auch die Giebelwände einstürzten und immer noch Flammen aus den Fensteröffnungen loderten.

Als das Feuer ausbrach waren die beiden Senioren allein im Haus. Gestern Abend wollten die ersten Pensionsgäste in diesem Jahr einziehen. Nun haben Lieselotte Fortmann und ihr Partner selbst ihr Dach über dem Kopf verloren. Das Ordnungsamt der Gemeinde Groß Pankow hat sofort eine Unterkunft in einer Pension zur Verfügung gestellt. „Das Angebot haben die Beiden dann nicht angenommen, sie gehen erst einmal zu Bekannten“, sagte Groß Pankows Ordnungsamtsleiter Karsten Lehmann. Verletzt wurde bei dem Brand niemand.

In einer ersten Schätzung spricht die Polizei von etwa 150  000 Euro Sachschaden. „Zur Brandursache können wir noch nichts sagen. Vermutlich ist das Feuer im hinteren Bereich bei der Küche ausgebrochen. Auf dem Herd stand dort aber nichts“, so Röhrs. Mehr Aufschluss soll die Untersuchung der Kriminaltechniker ergeben, die heute, wenn die Gebäudereste betreten werden können, mit der Arbeit beginnen.

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