Prignitz radelt an : Radler trotzen Wind und Wetter

Die Pritzwalker stellten das größte Teilnehmerfeld, konnten dafür den Wanderpokal mit nach Hause nehmen.  Fotos: Birgit Hamann (6)
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Die Pritzwalker stellten das größte Teilnehmerfeld, konnten dafür den Wanderpokal mit nach Hause nehmen. Fotos: Birgit Hamann (6)

Sternfahrt zum Saisonauftakt führt nach Wittstock. Laga-Stadt übergibt Staffelstab an Wittenberge. Pritzwalk mit größtem Teilnehmerfeld.

svz.de von
02. Mai 2017, 05:00 Uhr

An die 300 Radler ließen sich am Sonnabend vom wechselhaften und teils sehr nass-kalten Wetter nicht abschrecken. Und auch nicht vom Schienenersatzverkehr auf der Bahnlinie des Prignitz-Express’. Sie traten aus allen Himmelsrichtungen die Sternfahrt zum Auftakt der touristischen Radsaison an. Ziel des diesjährigen Anradelns war Wittstock/Dosse. Kurz nach 12 Uhr trudelten die ersten Teilnehmer ein, zunächst in kleineren Grüppchen, bis dann gegen 12.30 Uhr eine richtig große Mannschaft anrollte: Die Pedalritter aus Pritzwalk. Sie hatten sich unterwegs mit dem Team aus der Gemeinde Groß Pankow (Prignitz) vereinigt. Pritzwalks Vize-Bürgermeister Dr. Ronald Thiel konnte dafür später auf der Bühne am Wittstocker Rathaus auch den Wanderpokal für die meisten an diesem Tag gefahrenen Kilometer entgegennehmen, die sich rechnerisch aus der Zahl der Teilnehmer und der absolvierten Strecke ergeben.

An einer weiteren symbolträchtigen Übergabe waren Wittstocks Stadtverordnetenvorsitzender, Burkhard Schultz, und Wittenberges Bürgermeister Dr. Oliver Hermann beteiligt: Hermann übernahm den blumengeschmückten Fahrradlenker als Gastgeber für das Anradeln 2018. Die Elbestadt ist nächstes Jahr überdies Ausrichter des Brandenburgtages am 25./26. August.

Mike Laskewitz, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Prignitz (Ausrichter des Anradelns), zeigte sich am Sonnabend zufrieden mit dem Saisonstart. „Es ist ein Event für die gesamte Region, dieser Gedanke setzte sich von Jahr zu Jahr stärker durch. Positiv ist zudem, dass die Kommunen voll dahinter stehen, jeweils in ihrem Umfeld kräftig die Werbetrommel rühren, damit möglichst viele Teilnehmer sich auf die Fahrradsättel schwingen. Und die Gastgeber-Orte gestalten den Empfang wirklich professionell, wie man dieses Jahr ja auch wieder am Beispiel von Wittstock sieht.“ Jüngste Radlerin war dieses Mal die viereinhalbjährige Sophia Neumann aus Kreuzburg, ältester Teilnehmer mit 82 Jahren Ernst Wehrstedt aus Pritzwalk. Mit Unterstützung des Sponsors Sparkasse Prignitz werden im Teilnehmerfeld alljährlich hochwertige Preise verlost: Über ein neues Fahrrad kann sich Christa Müller aus Wittstock freuen, eine Radausrüstung gewinnt Gerd Strangweiler, ebenfalls auch Wittstock, einen Fahrrad-Check Doris Bloch aus Bad Wilsnack.

Eine kostenlose Zugabe zum Anradeln schien am Sonnabend übrigens ein Schutzengel zu sein, den speziell die Pritzwalker für sich beanspruchen konnten: Wegen gesundheitlicher Probleme war für einen Radler aus ihrem großen Feld etwa in Höhe Wilmersdorf die Tour leider beendet. Rettungskräfte konnten schnell herbeigerufen werden und den Betroffenen stabilisieren. Und auch einen starken Hagelschauer im Raum Heiligengrabe „überlebte“ die große Truppe unbeschadet, wie Dr. Ronald Thiel nach glücklicher Ankunft in der Gastgeberstadt berichtete.

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