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Ärger an der Baustelle in Perleberg : Radfahrer ignorieren Verbot

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Ordnungsamt bestätigt Probleme: Aufforderung an Baustelle abzusteigen wird missachtet, Passanten werden gefährdet

von
erstellt am 13.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Baustelle Stadtgebiet: In der Wittenberger Straße wird noch gepflastert, Anlieger im Wolfsweg gelangen noch bis Ende November nur über einen Behelfsweg auf ihre Grundstücke und über die Kreuzung Berliner Straße rollt seit August nichts mehr. Hier entsteht ein Kreisel. Bis Ende des Jahres soll dieser fertig sein, bis dahin aber heißt es für Kraftfahrer über Umwege ans Ziel zu kommen und für Fußgänger und Radler noch enger zusammen zu rücken. Denn auch der Fußweg ist teilweise bereits Baustelle. Gegenseitige Rücksichtnahme wird somit noch größer geschrieben.

Das jedenfalls sollte man meinen, doch die Praxis ist oft eine andere. Eine Anliegerin der Berliner Straße wurde fast von einem Radfahrer angefahren und auch andere Passanten in der Straße bzw. in der Bäckerstraße, unter anderem Besucher der Awo-Tagespflege, können ein ähnliches Lied singen. Obwohl die Verkehrszeichen, die Fahrradfahrern hier freie Fahrt gewähren, derzeit „abgehängt“ sind und extra noch darauf hingewiesen wird, dass Radler hier abzusteigen haben, wird sich ohne Rücksicht auf Verluste der Weg zwischen Baustellenabsperrung und Fußgängern fahrend gebahnt. Statt Vernunft walten zu lassen und den Drahtesel im Baustellenbereich zu schieben, bekommt man gelinde gesagt eine dumme Antwort, wenn man jene freundlich auf Recht und Gesetz hinweist.

„Wir wissen um die Problematik und appellieren einmal mehr an die Vernunft aller Verkehrsteilnehmer“, betont Robert Kazmierczak vom Ordnungsamt der Stadt. Wer aber meint, sich über die Straßenverkehrsordnung hinwegsetzen zu können, muss auch damit rechnen, dass man ihn zur Verantwortung zieht. Auf Bitte des Ordnungsamtes beobachten die Perleberger Revierpolizisten verstärkt auch das Verhalten der Fahrradfahrer im Baustellenbereich, kündigt Kazmierczak an.

Eng ist es auf der Dobberziner Straße schon immer, geschuldet dem einseitigen Parken. Begegnungsverkehr ist da nicht möglich, einer muss warten. Auf Grund der Baustelle in der Berliner Straße ist das Verkehrsaufkommen hier derzeit weitaus größer. Und so ist der Ruf nach einem absolutem Halteverbot nicht zu überhören.

„Auf den ersten Blick nachvollziehbar. Auch wenn die Dobberziner nicht als Umleitung ausgewiesen ist, wird sie doch von vielen als ,Schleichweg’ genutzt“, räumt der Verkehrsfachmann bei der Stadt ein. Auf den zweiten Blick muss man aber eindeutig sagen, dass es hier dennoch bisher zu keinen großen Problemen gekommen ist.

Egal ob man derzeit die Dobberziner Straße, die Karlstraße oder die Ritterstraße befährt, man muss gegebenenfalls etwas länger warten, um dem Gegenverkehr die Vorfahrt zu gewähren. Doch da spreche man von zwei Minuten. „Wir haben bewusst nicht für die Dobberziner absolutes Halteverbot verhängt, denn durch die Baustelle in der Berliner Straße können schon eine ganze Reihe von Parkplätzen nicht genutzt werden.“ Nichtsdestotrotz beobachte man die Situation, um bei massiven Problemen sofort reagieren zu können.  

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