Qualmwasser im Graben: Der Bau ruht

<strong>Warten auf</strong> den nächsten Einsatz: Die Technik am Deich von Garsedow muss pausieren. <foto>Barbara Haak</foto>
Warten auf den nächsten Einsatz: Die Technik am Deich von Garsedow muss pausieren. Barbara Haak

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08. März 2013, 10:21 Uhr

Der Qualmwassergraben direkt am Deichfuß ist randvoll. Das wird zu einem Problem für die Bauarbeiten zwischen Schadebeuster und Garsedow. Auf dem 1,9 Kilometer langen Abschnitt lässt das Landesumweltamt den Elbdeich ausbauen, damit er für das neue Bemessungshochwasser von 7,99 Metern plus einem Meter Freibord, also Sicherheitshöhe, ausgelegt ist.

Teil dieser Baumaßnahme, erläutert der zuständige Referatsleiter im Landesumweltamt, Thorsten Thaddey, ist das Auffüllen des Qualmwassergrabens. Ihn wird es - wie auch schon auf dem erneuerten Deichabschnitt zwischen Schadebeuster bis kurz vor Hinzdorf praktiziert - künftig nicht mehr geben. "Wir bauen eine Dichtwand in den neuen Deich ein. Damit muss das Wasser nicht mehr in einem Graben am Deichfuß gesammelt werden. "Diese Maßnahme trägt zur Stabilisierung des Deiches bei", sagt Thaddey.

Derzeit allerdings ruhen die Arbeiten. "Das ist dem hohen Wasserstand in der Elbe geschuldet", sagt der Referatsleiter. "Als wir im November mit den Arbeiten begonnen haben, war der Graben trocken." Als das Verfüllen an der Reihe gewesen wäre, stand er blank. Die Elbe führt nach wie vor viel Wasser. Wie Thaddey sagt, ist prognostisch auch nicht mit einem so großen Rückgang zu rechnen, dass der Graben in den nächsten Wochen wieder trocken fällt. Das Landesumweltamt sinnt über Alternativen nach. "Denn unser ambitioniertes Ziel ist es weiterhin, bis zum Jahresende diesen Abschnitt fertigzustellen. Und wir wissen nicht, was dieses Jahr noch an Wasser bringt ", sagt der Referatsleiter. Um mit dem Grabenverfüllen und dem sich anschließenden Verbreitern und Erhöhen des Deichs voranzukommen, hat die Landesbehörde jetzt eine etwas unkonventionelle Maßnahme ins Auge gefasst. "Wir prüfen, ob wir das Schöpfwerk an der Karthane auf die derzeit mögliche Volllast hochfahren", sagte Thaddey gestern. Das Schöpfwerk ist gegenwärtig ebenfalls eine Baustelle, erhält neue leistungsfähigere Pumpen. Allerdings wird über die gesamte Bauzeit eine Pumpkapazität von zwei Dritteln gewährleistet. Wenn die Aggregate Wasser aus der Karthaneniederung pumpen, wird sich auch der Qualmwassergraben leeren, so die Wasserbauer.

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