Sanierung des Rathauses : Putlitzer Rathaus eine Wundertüte

Sanierung am Giebel hat begonnen / Schäden umfangreicher als gedacht / Kommune erhält Mittel aus Städtebauförderung

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16. Mai 2015, 08:00 Uhr

Ein altes Haus ist wie eine Wundertüte: Je weiter man sie öffnet, desto größer sind die Überraschungen. Oft jedoch keine Guten. So auch am Putlitzer Rathaus. 1707 erbaut, wurde das Gebäude in der Zwischenzeit mehrfach saniert und umgebaut. Anfang des Jahres entdeckte man massive Schäden am Giebel des Rathauses.

Das führte dazu, dass die Räume wie das Trauzimmer, aber auch die Bibliothek geschlossen wurden. Bibliothek und Infothek sind in einen anderen Gebäudeteil gezogen, die benachbarte Straße wurde gesperrt.

Nach Kostenschätzungen, Untersuchungen auch durch die Denkmalbehörde, nach Förderanträgen und Ausschreibung haben nun die Arbeiten zur Sanierung des Rathauses begonnen. 140  000 Euro waren dafür eingeplant. „Es ist aber jetzt schon klar, dass das Geld nicht reichen wird, weil die Schäden umfangreicher sind, als gedacht“, so der Putlitzer Bürgermeister Bernd Dannemann. Denn man könne eben die Balken, solange sie unter Putz liegen, auch nur punktuell untersuchen.

Glück im Unglück für die Putlitzer und ihre Stadtkasse ist die Förderung über das Programm der Städtebauförderung. Es teilen sich Bund, Land und Kommune die Kosten zu je einem Drittel. Aus dem kommunalen Haushalt hätte die Stadt die Sanierung nur unter größten Anstrengungen und unter Streichung aller Investitionen auch in den Ortsteilen schultern können. „Wir sind auch so ziemlich eingeschränkt in unserem finanziellen Handeln, können aber immer noch ein wenig tun, und auch für die freiwilligen Aufgaben steht noch Geld zur Verfügung“, so Dannemann.

Er wollte es nicht akzeptieren, dass zum Beispiel für die Sanierung des Rathauses das Freibad in Putlitz in diesem Jahr nicht öffnen könnte. Diese Gefahr sei nun dank der Förderung gebannt.

„Wir gehen davon aus, dass das Putlitzer Rathaus zum Jahresende wieder mit all seinen Räumen nutzbar ist“, so Bernd Dannemann, schließlich baue man in Putlitz ja keinen Flughafen.

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