zur Navigation springen
Der Prignitzer

20. November 2017 | 14:55 Uhr

Promenadenweg verläuft am Ufer

vom

svz.de von
erstellt am 08.Feb.2013 | 10:01 Uhr

Wittenberge | Die Denkmalpfleger im Land sprechen sich nachdrücklich dafür aus, alle drei Speicher im Stadthafen zu erhalten und stellen Geld in Aussicht, damit die Kommune die desolate Vorsatzfassade in Ordnung bringen kann (der "Prignitzer" berichtete in der vergangenen Woche). Angesichts dieser Tatsache werden die Stadtverordneten Ende Februar auf ihrer nächsten Tagung darüber zu befinden haben, ob sie wirklich an ihrem Beschluss, den einen großen Denkmalspeicher wegzunehmen, festhalten wollen. Zumal nach jüngsten Recherchen des "Prignitzer" eine Zustimmung der oberen Denkmalbehörde zum Abriss kaum zu erwarten ist. Der Bauausschuss letzte Woche hat ein Zeichen gesetzt, dafür plädiert, den Rückbau erst einmal zu vertagen.

Hätte der Erhalt des Denkmalsilos Auswirkungen auf die Uferpromenade, die zwischen der Hafenstraße und der Ölmühle als Schauweg am Wasser entstehen soll? Bürgermeister Dr. Oliver Hermann beantwortet diese Frage mit einem eindeutigen Nein. "Der Uferweg wird auf seiner gesamten Länge an der Wasserkante bleiben."

Das war, bevor der Abbruch der Speicher wegen der gravierenden Fassadenschäden ins Gespräch kam, noch anders geplant. Die Uferpromenade sollte auf dem Hafengelände als einfach ausgeführter Weg hinter dem Speicherensemble her umgeführt werden, um dann kurz vor der Ölmühle wieder das Stepenitzufer zu erreichen. Diese Planung, die ja eigentlich ein Provisorium darstellte, so erklärt es der Bürgermeister, waren nicht den Hafenspeichern an sich geschuldet, sondern dem Hafenumschlag.

Die BARO-Gesellschaft als Hafenbetreiber hat, nach dem die Stadt es ihr nahe legte, den Pachtvertrag mit der Kommune über das Gelände in der Bad Wilsnacker Straße im vergangenen Jahr gekündigt.

Trotzdem fand in den letzten Wochen und Tagen immer mal wieder Umschlag über die Hafenkante statt. Ist BARO angesichts der neuen Situation in Bezug auf den Speichern wieder im Geschäft?

Dem ist nicht so, sagt das Stadtoberhaupt. Aber: "Die Nutzung ist derzeit noch in eingeschränkter Form durch BARO möglich" und werde auch praktiziert. "Wenn das Bauen für die Hochwasserschutzwand und an der Uferpromenade beginnt, wird der Umschlag dort technisch unmöglich sein", kündigt Hermann an und verweist auf die grundsätzlichen städtebaulichen Entwicklungsziele, nach denen sich die industrielle Entwicklung außerhalb dieses Quartiers jenseits der Hafenbrücke vollziehen soll, während städtisches Leben mit Kultur und Tourismus sich zunehmend in der Bad Wilsnacker Straße bis hin zur Wasserkante entfalten werden.

In diese Pläne fügt sich auch die Absicht der Wohnungsbaugesellschaft ein, das alte Zollhaus, das sich auf dem Gelände zwischen der Bad Wilsnacker Straße und der Uferkante befindet, langfristig zu sanieren, um hier komfortable Wohnungen herzurichten.

Läuft alles nach den derzeitigen Planungen, wird im März das Bauen an der Uferpromenade beginnen, stellt Wittenberges stellvertretende Bauamtsleiterin Petra Lüdtke in Aussicht. Begonnen wird mit der Hochwasserschutzmauer. Ihr wird wasserseitig der Uferweg vorgesetzt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen