Karneval in Berge : Proben für die Jubiläums-Session

Proben für die großen Auftritte: Die Mädchengruppe der KGB  ist mit großer Begeisterung dabei. In Kostümen macht es gleich doppelt so viel Spaß.
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Proben für die großen Auftritte: Die Mädchengruppe der KGB ist mit großer Begeisterung dabei. In Kostümen macht es gleich doppelt so viel Spaß.

KGB Berge feiert 25-jähriges Bestehen nach der Neugründung mit dem Motto: „Küsse, Jubel, Donnerknall – 25 Jahre Berger Karneval“

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11. Dezember 2013, 19:39 Uhr

„Ihr müsst zählen, eins, zwei, drei, vier bis acht“, gibt Nicole Ullmann das Kommando. Sie probt jeden Freitagabend mit den jungen Mädchen im Alter bis 14 Jahren der Karnevalsgesellschaft Berge (KGB) im Saal der Gaststätte „An’e Eiche“ an den neuen Tänzen für die Aufführungen im Februar, wenn die fünfte Jahreszeit ihren Höhepunkt erreicht. Insgesamt besteht die Gruppe aus 19 Kindern und Jugendlichen. Mit den ganz Kleinen übt sie montags in Blüthen. „Es ist besser, wenn man die Gruppe trennt. Ein-, zweimal haben wir schon zusammen geprobt. Wir müssen ja sehen, ob es passt“, sagt Nicole Ullmann.

Ihre Kinder- und Jugendgruppe wird zwei Tänze bei den Aufführungen in Perleberg und Berge auf die Bühne zaubern: Einen Funkenmarsch, der bei der Probe in Kostümen am vergangenen Freitag schon richtig gut aussieht, und einen modernen Hip-Hop. „Zappelt nicht so rum, ihr habt Zeit“, ruft Rilana Lange den Kids zu. An diesem Tanz feilen und überlegen sie, welche Bewegungen man noch einbauen kann. „Die Kinder dürfen sich das Programm mit aussuchen“, erklärt Nicole Ullmann. Die beiden Frauen gehören natürlich der Funkengarde an. „Wir machen das schon seit 20 Jahren. Es ist gar nicht mehr wegzudenken“, bekräftigen beide unisono. Zeit haben alle, auch noch die junge Funkengarde (im Alter von 14 bis 26 Jahre) und die Männer, bis zum 30. Januar: Bei der Generalprobe muss dann alles sitzen.

Auch die Kostüme. Die traditionelle Bekleidung für den Funkenmarsch stammt natürlich aus den Vorjahren, da reichen ein paar kleine Veränderungen. Was die Kids beim Hip-Hop tragen werden, darüber ist man sich noch nicht einig. Auf jeden Fall eine Leggins und ein Longshirt, nur die Farben stehen noch nicht fest. Bei der Anschaffung helfen die Spenden vieler Firmen aus dem Umkreis und die der VR-Banken. Auch die Eintrittskarten-Einnahmen kommen da zu Gute.

Fest steht allerdings das Motto für diese Karnevalssaison. Da die KGB 2014 25-jähriges Jubiläum nach der Neugründung feiert, war der Titel für die Session schnell gefunden: „Küsse, Jubel, Donnerknall – 25 Jahre Berger Karneval“. So im April, Mai legen die Berger Jecken ihr Thema fest. Und dann erarbeitet sich jede Gruppe erst einmal ihr Konzept. Ab September geht’s mit den Proben los. Ende Oktober, Anfang November gibt’s ein Vereinstreffen zur Absprache des Programms. „Die Ideen kommen alle aus den Gruppen. Wir sind schon stolz darauf, dass wir alles alleine ohne Tanzschule zusammenstellen und trainieren“, freut sich Nicole Ullmann. Rund zweieinhalb Stunden wird die KGB die Besucher bei jeder ihrer Veranstaltungen beste Unterhaltung mit ihren Tänzen, Parodien und Sketchen bieten.

Auch in 2014 ziehen die Berger zusätzlich nach Perleberg. Vier mal treten sie für jung und alt in Berge auf, fünf Mal im Hotel Deutscher Kaiser in der Kreisstadt. „Mit Karneval spricht man viele Generationen an, das ist das Schöne. Vergangene Saison waren wir das erste Mal in Perleberg. Das Ambiente mit 120 Leuten im Saal ist sehr schön. Es hat uns und auch den Zuschauern gefallen, so dass wir 2014 wieder dort hingehen“, sagt Nicole Ullmann. In Berge ist der Saal in der Gaststätte „An’e Eiche“, in den 300 Leute reinpassen, sehr groß. „Den bekommt man nicht drei, vier, fünf Mal voll. Der Bedarf ist nicht da. Und mit 120 Leuten macht es dort auch keinen Sinn.“ Also geht’s auf nach Perleberg. Und auch erst dort, bei der ersten Vorführung des neuen Programms am 1. Februar, beim Seniorenkarneval, wird das Geheimnis um das Prinzenpaar gelüftet. „Wir haben unser Prinzenpaar schon. Aber wir verraten nichts. Es wird auch nicht bei der Generalprobe dabei sein“, verrät Nicole Ullmann. Die Namen sind bis dahin wohl das bestgehütete Geheimnis in Berge.


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