zur Navigation springen

Neue Frauenärztin für Pritzwalk : Pritzwalk bekommt Frauenärztin

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Nachfolge nun doch gesichert: Elke Rodekamp übernimmt gynäkologische Praxis von Dorothea Simon

von
erstellt am 21.Apr.2016 | 04:45 Uhr

Das ist eine gute Nachricht für die Dömnitzstadt und die Umgebung, meint Bürgermeister Wolfgang Brockmann. Er begrüßt Dr. Elke Rodekamp in Pritzwalk herzlich. Die 45-jährige Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe wird zum 1. Mai die Praxis von Dorothea Simon in der Pritzwalker Lindenstraße übernehmen. Sie ging Ende März in den Ruhestand. Die Frage ihrer Nachfolge bliebt lange Zeit unbeantwortet.

Es sei generell nicht leicht, Fachärzte in die Region zu bekommen, sagt Wolfgang Brockmann. Die Kommune könne dabei immer nur Bittsteller sein und auf den dringenden Bedarf hinweisen, aber sie könne letztlich keinen Mediziner verpflichten, in die Stadt zu kommen. Dass mit Elke Rodekamp jetzt eine Fachärztin für Pritzwalker Patientinnen da sein wird, sei ein Erfolg.

Sie stammt ursprünglich aus Bielefeld und hat ihre medizinische Ausbildung an der Berliner Humboldt-Universität absolviert. In verschiedenen Kliniken in Berlin und im Berliner Umland war sie als Assistenzärztin und später als Oberärztin tätig. Zuletzt übte sie verschiedene honorarärztliche Tätigkeiten in diversen Kliniken aus. Mal fuhr sie bis nach Wiesbaden, mal bis nach Mecklenburg-Strelitz. Dauerhaft wollte sie das jedoch nicht.

„Eine eigene Praxis ist natürlich etwas ganz Tolles, und ich habe wirklich lange danach gesucht“, sagt Elke Rodekamp. Dann entdeckte sie die Ausschreibung für Pritzwalk. Hier stimmen aus ihrer Sicht die Rahmenbedingungen und auch die Entfernung hält sie für akzeptabel, denn sie werde zunächst weiterhin in Berlin wohnen. Allerdings könne sie sich vorstellen, ihren Wohnsitz später in die Prignitz zu verlegen.

Die Praxis im Ärztehaus in der Lindenstraße wird zu den bisherigen Öffnungszeiten weitergeführt, an zwei Tagen in der Woche soll es auch späte Sprechstunden geben. Elke Rodekamp deutet an, dass sie durchaus an Vorschlägen der Patienten interessiert sei. Das Thema um die frei werdende Arztniederlassung hatte in den zurückliegenden Wochen und Monaten für Unmut und Diskussion gesorgt, unter anderem im Pritzwalker Stadtparlament. Mit dem Ruhestand von Dorothea Simon sah die Situation noch vor kurzem noch so aus, dass rund 1400 Patientinnen aus der Stadt und dem Umland ohne Frauenarzt dagestanden hätten. Eine Nachfolgeregelung fand man trotz intensiver Bemühungen bis vor kurzem nicht.

Im Medizinischen Versorgungszentrum des Pritzwalker KMG Klinikums nahm die dortige Fachärztin Marita Becker zwar schon neue Patientinnen auf, allerdings gibt es hier keine Vollzeitbetreuung. Auch die Bemühungen der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg blieben fast ein Jahr lang erfolglos. Um so schneller reagiere sie jetzt. Noch gestern wollte die Vereinigung über die Zulassung für Elke Rodekamp entscheiden. Die Ärztin und die Stadt gehen von einer Formsache aus, so dass ab Montag, 2. Mai, die Praxis geöffnet sein werde.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen