Prignitz zählt besonders viele Beißattacken

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27. Januar 2013, 06:15 Uhr

Potsdam | Die Anzahl der Hundebisse ist in Brandenburg laut Statistik deutlich zurückgegangen. Im Jahr 2001 wurden landesweit 1192 Angriffe registriert, bei denen 751 Menschen verletzt wurden. 2011 seien es lediglich 604 Fälle mit 302 Opfern gewesen. Brandenburgs Innenministerium wertet den Trend als Erfolg für die umstrittene Hundehalterverordnung. Durch Auflagen für gefährliche Hunde wie Leinenpflicht oder tierärztliche Begutachtung seien dramatische Vorfälle meist vermieden worden, so ein Sprecher am Samstag. Angaben für 2012 sind laut Ministerium erst im Frühjahr zu erwarten.

Der Kauf von Kampfhunden - dazu zählen in Brandenburg fünf Rassen - ist seit 2004 verboten. Die Anzahl dieser Tiere ist laut Zeitung von 1800 im Jahr 2004 auf aktuell 600 zurückgegangen. Als gefährlich sind laut Ministerium 13 Hunderassen eingestuft. Die Statistik der Landkreise und kreisfreien Städte in Brandenburg weisen nach dem Bericht für 2011 deutliche regionale Unterschiede aus: Während die Kreise Potsdam-Mittelmark (68 Fälle), Prignitz (63) und Teltow-Fläming (58) die Liste anführen, gab es in Märkisch-Oderland, Oder-Spree oder der Uckermark nur die Hälfte entsprechender Attacken. "Allein die Zahlen sind aber wenig aussagekräftig", sagte der Ministeriumssprecher mit Blick auf Bevölkerungsdichte und Anzahl der Hundebesitzer.

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