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Trendanalyse : Prignitz will Familien anlocken

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

In einer Trendanalyse wird der Region eine rosige Zukunft als Wohnort zwischen den Metropolen Hamburg und Berlin bescheinigt

svz.de von
erstellt am 02.Feb.2016 | 08:00 Uhr

In der Prignitz werden bis 2030 mehr Familien leben. Das ist eines der Ergebnisse der „Trendanalyse 2030 – Potenzialregion Prignitz“. Die Studie wurde nun im Perleberger Landratsamt von Eike Wenzel, Leiter des Instituts für Trend- und Zukunftsforschung (ITZ), vorgestellt. „Die Familie wird in den nächsten Jahren wieder eine ganz starke Bedeutung haben“, sagte der Trendforscher.

Den demografischen Wandel lässt er als Gegenargument nicht gelten. „Damit haben viele Regionen in Deutschland zu kämpfen. Ich habe gemerkt, dass sich die Region von Bevölkerungsprognosen nicht den Mut rauben lassen will.“


Die Vorteile in der Prignitz


Der Experte sieht eine gute Chance für die Prignitz, sich als „Entschleunigungsregion“ zu etablieren. Dabei profitiere die Gegend von ihrer Lage zwischen den Metropolen Hamburg und Berlin. „Die Menschen merken, dass es sich hier besser leben lässt und pendeln dann zur Arbeit. Junge Eltern wollen, dass ihre Kinder in einer ruhigen Umgebung aufwachsen. Außerdem sind die Lebenshaltungskosten geringer, Immobilien sind günstiger“, ist der Experte überzeugt. Doch auch mehr Alleinstehende sowie Groß- und Patchworkfamilien wird es laut Prognose in die Prignitz ziehen.

Für die Studie wurden vergangenes Jahr 120 Akteure aus Politik, Wirtschaft, Tourismus oder aus auch dem Gesundheitswesen befragt. Daraus ergaben sich insgesamt sieben Handlungsfelder, die den Menschen wichtig sind: Lebensstile, Familie, Regionalität, Energie, Gesundheit, Willkommenskultur und Digitalisierung. Letzteres betrifft den Ausbau der Breitbandversorgung, damit Firmen im Internet konkurrenzfähig bleiben. Bei der Energiewende müsse die Prignitz ihre Pionierrolle laut der Trendanalyse weiter ausbauen. In Sachen Tourismus und Gastronomie könne die Prignitz mit dem Pfund der regionalen Produkte wuchern, so Wenzel. Unter dem Motto „Gesunde Prignitz“ soll in der Region noch stärker auf gesunde Wohn- und Arbeitsstandards gesetzt werden.

Finanziert wurde die Studie vom Landkreis sowie der Sparkasse Prignitz und der VR Bank Prignitz. Landrat Torsten Uhe hob die Bedeutung der Trendanalyse hervor. „Es geht um Zukunft der Prignitz. Wir werden ab sofort auch auf der Internetseite des Kreises als ,Potenzialregion’ werben. Somit ist die Analyse auch ein Kommunikationsinstrument nach außen.“ In zwei bis drei Jahren solle ein Zwischenfazit gezogen werden: Was wurde erreicht, was umgesetzt? Laut Eike Wenzel ist nun ein „erster Pfahl“ für die künftige Ausrichtung der Prignitz eingeschlagen. Zweifel, dass der Analyse auch konkrete Verbesserungen folgen, hat er nicht. „Ich habe eher das Gefühl, dass die von uns befragten Akteure es als Anstoß verstanden haben.“ Jeder in der Region könne die Trendanalyse für sich nutzen, um sie mit Leben zu erfüllen.

Zu haben ist die Studie auf Anfrage im Landratsamt in Perleberg sowie bei der Sparkasse und der VR Bank. Sie kann aber auch im Internet auf der Seite des Landkreises unter dem Punkt „Wirtschaft und Umwelt“ über den Link „Potenzialregion Prignitz“ gelesen werden.

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