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Prignitz: Helfer stoßen an die Grenzen ihrer Kräfte

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erstellt am 09.Jun.2013 | 08:38 Uhr

Prignitz | Niemand weiß, was die nächsten Tage bringen, aber schon am Wochenende stießen Helfer an die Grenzen ihrer Kräfte. Aus Kreisen der Feuerwehr hieß es, dass manche Wehren deutlich länger und häufiger zu Einsätzen gerufen wurden, als es geplant war. Nicht in jedem Fall konnte ein Hilferuf nach weiteren Kräften zügig erfüllt werden, weil alle im Einsatz waren, hieß es weiter. Auch am Sandsackfüllplatz in Hinzdorf warteten am Samstag Menschen auf Unterstützung. Einige hatten seit 8 Uhr bis zum Abend Säcke gefüllt. Selbst über 70-jährige Rentnerinnen packten mit an.

Am Samstagnachmittag hatte Oberst Arendt bei seinem Besuch in Garsedow persönlich Landrat Hans Lange informiert, dass er auf rund 8000 Soldaten speziell für den Hochwassereinsatz zugreifen könne. Der Landrat müsse nur sagen, welche Unterstützung er brauche. Zu dem Zeitpunkt waren in der Prignitz 360 Soldaten im Einsatz, zuvor waren es nur 150. Es handelt sich um Pioniere, die kräftig und ausdauernd sind, die richtig anpacken können.

In der Pressekonferenz am Samstagabend sagte Hans Lange auf Nachfrage, dass die Zahl der Einsatzkräfte momentan ausreichend sei. Er dankte allen Bürgern die geholfen hätten und informierte, dass ein weiteres Bataillon im Anmarsch sei. Dieses soll voraussichtlich am heutigen Montag eintreffen.

Zu Beginn des Hochwassereinsatzes hatte der Krisenstab darauf hingewiesen, dass sich Bürger und Einsatzkräfte auf eine lang anhaltende angespannte Situation einstellen müssen. Deshalb sollten Einsatzkräfte möglichst rotieren. Innenminister Dietmar Woidke sagte über den Perleberger Stab: "Die Anforderung an Material und Einsatzkräften ist sehr gut gelaufen." Laut Woidke sei es der am besten arbeitende Krisenstab im Land. Er "spiele in der Champions Legaue", so Woidke.

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