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Belebung der Wittenberger Innenstadt : Prignitz-Galerie soll größer werden

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Potenzieller Lebensmittelmarkt-Betreiber wünscht mehr Platz / Bauausschuss empfiehlt Verwaltungsplan

von
erstellt am 08.Sep.2016 | 12:00 Uhr

Die Stadtverwaltung will den Weg für einen neuen Lebensmittelmarkt in der Prignitz-Galerie freimachen. Deswegen soll ein Bebauungsplan für das Areal erstellt werden. Das Konzept erläuterte Bauamtsleiter Martin Hahn am Dienstagabend den Mitgliedern des städtischen Bauausschusses. Letztlich empfahl dieser, dass die Stadtverordneten bei ihrer Sitzung Ende des Monats ein Bebauungsplanverfahren einleiten lassen sollen.

Dass die Stadtspitze sich wünscht, so schnell wie möglich einen Supermarkt im Zentrum vorweisen zu können, ist klar. Dadurch soll das Zentrum als „prioritärer Wohnstandort“ und „Kristallisationspunkt der insgesamt schrumpfenden Stadt“, wie es in der Beschlussvorlage heißt, geformt werden. Gespräche werden dafür seit Längerem mit zwei Interessenten im Hintergrund geführt. „Aber sie verlaufen zäh. Das muss man schon sagen“, so Bauamtsleiter Martin Hahn während der Ausschusssitzung.

Klar ist, dass die Prignitz-Galerie in ihrer aktuellen Größe einem der Interessenten als möglicher Standort nicht ausreicht. „Er braucht im Erdgeschoss 1800 Quadratmeter Verkaufsfläche, um sein Sortiment anbieten zu können. Dafür wollen wir die Voraussetzungen schaffen“, so Hahn, der nachschob, dass schon viel Zeit ins Land gegangen sei. „Trotzdem wollen wir keine Schnellschüsse wagen. Erst wenn sich die Parteien einig sind und der Eigentümer bereit ist, die Kosten für den B-Plan zu übernehmen, wird das Verfahren angestoßen.“ Der bisherige Plan sei also noch nicht dingfest. Es handele sich bei dem derzeit diskutierten Papier um einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan. Grundlage ist das „Nahversorgungskonzept 2030“, nach dem die Prignitz-Galerie ein „bevorzugter Standort“ ist. Das Innenstadtzentrum soll als zentraler Versorgungsbereich gestärkt werden.

Eine Erweiterung des Gebäudes würde sich auch auf den Verlauf der Wilhelmstraße im Kreuzungsbereich mit der Bahnstraße auswirken. Laut Skizze würde der Baukörper dann gut 7,50 Meter in den jetzigen Verlauf der Wilhelmstraße hineinragen. „Wir wollen diesen Bereich neben der Galerie sowieso mittelfristig in einen öffentlichen Parkplatz umwandeln“, sagte Martin Hahn auf Redaktionsanfrage. Die Strecke müsse also ohnehin überplant werden. Offen ist, ob die Wilhelmstraße dann zu einer Sackgasse oder eine Durchfahrt weiter möglich sein wird. Die Planung zur Straßengestaltung läuft parallel zu der für das Einkaufszentrum. Hahn erklärte im Bauausschuss auf Nachfrage von Michael Hintz, dass die Stadt noch nicht alle nötigen Flächen für die Parkgelegenheiten erworben habe. „Es gibt zwei Grundstücke, bei denen wir einen Fuß in der Tür haben. Aber es ist noch nicht spruchreif.“ Läuft alles optimal, könnte der B-Plan in sechs bis neun Monaten aufgestellt werden.

 

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