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Erfolg für den RWK Prignitz : Prignitz erhält Millionen Euro

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Wachstumskern kann drei Schlüsselprojekte durchsetzen / Für Teilmaßnahmen sind bereits Fördermittel bewilligt

Freude im Regionalen Wachstumskern Prignitz (RWK): Die Interministerielle Arbeitsgruppe der Landesregierung hat in ihrem Abschlussbericht dem RWK nicht nur ein gutes Arbeitszeugnis ausgestellt, sondern auch Fördermittel für Wunschprojekte zugesagt. Darüber informierte gestern der RWK in einer Pressekonferenz.

Fünf Maßnahmen hatte der RWK im vergangenen Jahr zur Förderung eingereicht. „Davon wurden drei genehmigt“, sagt Annett Jura, Koordinatorin im RWK. Nutznießer ist vor allem die Stadt Wittenberge. Sie kann ihr Gewerbegebiet Nord und ihr Industriegebiet Süd erweitern.

Das Industriegebiet Süd soll in drei Stufen ausgebaut werden. Dabei geht es vor allem um eine optimale Flächenausnutzung und um die Infrastruktur Schiene, Hafen, Straße. Allein in diesem Jahr investiert die Stadt rund sechs Millionen Euro, davon 1,35 Millionen aus dem eigenen Haushalt.

Zwei Millionen Euro kostet ein multifunktionaler Kran. Mit dem Aufbau begann eine Spezialfirma am Sonnabend. Er soll in zwei bis drei Wochen abgeschlossen sein. Bisher musste sich die Hafengesellschaft einen Kran ausleihen.

Im Gewerbegebiet Nord sollen zehn Hektar neu erschlossen werden. Die vorhandenen Flächen sind fast vollständig ausgelastet, größere Ansiedlungsvorhaben nicht möglich. Aber das Interesse an diesem Gebiet wachse, vor allem bedingt durch die Hoffnungen auf den Bau der A 14. Für beide Vorhaben hat die Investitionsbank des Landes bereits 2013 Mittel bewilligt.

Das dritte Projekt dient der Fachkräftesicherung. Der RWK hat dazu 2013 sein Konzept fertiggestellt. Neue Maßnahmen sind ein Handbuch für Unternehmen, ein Prignitzer Talentepool und die Entwicklung der Familienfreundlichkeit zu einem harten Standortfaktor.

Insgesamt haben die 15 RWK des Landes 32 neue Maßnahmen beantragt. „Nur sechs davon wurden als Schlüsselprojekte genehmigt. Dass wir allein schon drei durchgesetzt haben, freut uns ganz besonders“, sagt Annett Jura.

Berechtigte Hoffnungen macht sie sich für die zwei anderen Maßnahmen: Hochwasserschutz in Wittenberge und im Amt Bad Wilsnack/Weisen sowie die Befestigung des Parkplatzes am Tierpark Perleberg. Diese seien nicht abgelehnt worden, sondern befinden sich in einer Warteposition. Was den Hochwasserschutz betrifft, laufen bereits mehrere Baumaßnahmen.

Der Abschlussbericht zu den RWK bescheinigt dem Prignitzer eine hohe Aktivität und hebt besonders das im vergangenen Jahr erstellte Innovationskonzept hervor. Dieses zeige Möglichkeiten auf, welche Innovationen gezielt gefördert werden könnten.

Die Bewilligung der Projekte ist von großer Bedeutung. „Bei gleicher Qualität werden RWK-Projekte bevorzugt behandelt“, erklärt Jura. Zugleich sei die Zusage eine bindende Verpflichtung für die Landesregierung zur Finanzierung dieser Projekte.


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erstellt am 29.Apr.2014 | 12:00 Uhr

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