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Für die Wirtschaftsregion : Prignitz benötigt Eisenbahn

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Eisenbahngesellschaft Potsdam entwickelt Haupt-Reparaturstützpunkt in Wittenberge weiter.

svz.de von
erstellt am 04.Apr.2014 | 12:00 Uhr

Bis Ende des Jahres will die Eisenbahngesellschaft Potsdam (EGP) rund eine Millionen Euro in den von ihr übernommenen Lokschuppen III des ehemaligen Bahnbetriebswerks investieren. Die Schienenfahrzeugbau Wittenberge GmbH (SFW) als 100-prozentige Tochter der Potsdamer Eisenbahngesellschaft entwickelt hier in der Elbestadt ihren Haupt-Reparaturstützpunkt für Loks und Güterwagen. Begonnen hat die Schienenfahrzeugbau Wittenberge GmbH Ende 2010, als sie die denkmalgeschützten Gebäude von der Stadt erwarb. „Zu Beginn waren hier drei bis vier Leute beschäftigt, heute sind es an die 20 . Die Zahl der Mitarbeiter am Standort Wittenberge wird eher noch steigen, als abnehmen“, sagt EGP-Gesellschafter und Eisenbahnspezialist Thomas Becken bei einem Rundgang durch die Werkstatt. Der CDU-Landratskandidat Andreas Giske und der Landtagsabgeordnete Gordon Hoffmann (CDU) sind seine Gesprächspartner. Becken erklärt, dass der Wittenberger Hauptstützpunkt sich nicht allein um die 30 Loks und die 40 Waggons in EGP-Besitz kümmert, „sondern im zunehmenden Maße auch Aufträge für Dritte ausführen kann. Das freut uns natürlich.“

Für Giske und Hoffmann ist der Besuch im Lokschuppen die letzte Etappe einer Informationstour auf der Schiene durch den Landkreis. „Wir wollen auf die Bedeutung der Eisenbahn für die Wirtschaftsregion Prignitz aufmerksam machen“, so Giske. Wie Becken sagt, sei der Güterverkehr auf der Schiene beispielsweise im Bereich Meyenburg – Pritzwalk nur dann wirtschaftlich zu gewährleisten, wenn das Land für derartige Strecken auch den Personenverkehr bestellt und damit bezahlt. Es sei eine Frage der Kostenteilung. Ohne Güterverkehr aber hätten Firmen mit Sitz beispielsweise in Falkenhagen Probleme mit dem Standort hier in der Prignitz. Giske ergänzt, dass die Mobilität von Prignitzern auch eine Frage des Personenverkehrs per Schiene sei. Außerdem entlaste Güterverkehr auf dem Gleis die Straßen.

Der Landespolitik in Person von Gordon Hoffmann sagte Becken, er erwarte von Potsdam, dass die Ausschreibungen für den Personenverkehr, der vom Land verantwortet wird, so erfolgt, „dass auch wir als mittelständisches Unternehmen gleichberechtigte Chancen neben großen Anbietern haben.“ Wenn beispielsweise Forderungen wie die nach einer ausschließlich neuen Fahrzeugflotte aufgemacht würden, obwohl das nicht Not tue, dann würde der Wettbewerb von vornherein auf die großen Anbieter eingeschränkt.

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