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Der Prignitzer

18. November 2017 | 11:35 Uhr

Premsliner leben jetzt sicherer

vom

svz.de von
erstellt am 29.Apr.2013 | 10:01 Uhr

Premslin/Glövzin | Rund 30 Familien in Premslin und Glövzin können seit Sonnabend ruhiger und vor allem sicherer schlafen. Sie haben jetzt Rauchwarnmelder in ihren Wohnungen. Die Idee zu dieser originellen Aktion hatte der Förderverein der Feuerwehren Premslin/Glövzin.

Als Schornsteinfegermeister ist der stellvertretende Vereinsvorsitzende Uwe Schlabach auch für den Brandschutz mit zuständig. Da kam ihm die Idee, Brandschutz und eine Spendenaktion miteinander zu verknüpfen. "Unser Verein sammelte mehrere Jahre für ein Mannschaftsauto", sagt er. Mit Unterstützung des Heimatvereins Arche Noah und der Jagdgenossenschaft Premslin/Glövzin konnte dieses kürzlich erworben werden. Die Gemeinde finanzierte die Licht- und Signalanlage. Durch die Anschaffung sei aber die Kasse des Fördervereins ziemlich leer.

"Die Idee zu unserer Aktion hatten wir schon im vergangenen Jahr", so Schlabach. Der Verein wollte nicht von Haustür zu Haustür gehen und um Spenden bitten. Stattdessen verteilte er an alle Familien einen Flyer mit der Überschrift: "Wir machen ihr Haus sicherer". Dadurch waren die Einwohner informiert, niemand musste sich extra zurückmelden. Schlabach schulte die Kameraden, so dass jeder wusste, wie und wo die Warnmelder einzubauen sind. Sonnabend ging es los.

Die Kameraden klingelten an Premsliner und Glövziner Türen. "Jede Familie durfte selbst entscheiden. Manche hatten bereits Warnmelder, manche wollten auch keine, aber viele nahmen unser Angebot dankbar an", fasst der Vereinsvorsitzende Rodney Sohns zusammen. "Ich finde die Idee einfach super", sagt Ines Lange. Sie habe nicht gezögert, sondern die Männer ins Haus gelassen. Keine halbe Stunde später waren die Rauchmelder fachgerecht montiert. "Die sehen richtig gut aus und machen einen Höllenlärm", meint Ines Lange nach dem Funktionstest.

Uwe Schlabach hat sich für ein Qualitätsprodukt entschieden. "Das von uns ausgewählte Gerät ist Testsieger und kein Billigimport", sagt er. Zehn Jahre Garantie, erst dann müssten die Batterien gewechselt werden. Zwar sei der Anschaffungspreis dadurch etwas höher, "aber auf zehn Jahre gesehen, kostet die Sicherheit nur 2,70 Euro pro Jahr", rechnet er vor.

Sehr wenig Geld, wenn dadurch das eigene Leben und das der Familie im Ernstfall gerettet werden kann. "Rund 70 Prozent aller Brandopfer verunglücken nachts. Der Geruchssinn schläft, Feuer und Rauch werden zu spät bemerkt", erklärt Schlabach. In mehreren Bundesländern, unter anderem in Mecklenburg-Vorpommern, sind Rauchwarnmelder in Schlafräumen und Fluren Pflicht. Brandenburg zieht nach. Ab 2014 werden sie in Neubauten Vorschrift, bis 2020 müssen sie in Altbauten nachgerüstet werden.

Der Förderverein will seine Aktion fortsetzen. "Wir gehen nach Neu Premslin und werden auch noch einmal an den Türen klingeln, wo wir niemanden angetroffen haben", kündigt Volker Schlabach an. Er hat die Rauchwarnmelder zunächst vorfinanziert. Für jeden verkauften, spendet er zehn Euro an den Förderverein.

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