Erdgas : Preise bleiben stabil

Karsten Korup und Eveline Geisler besiegeln per Unterschrift den neu ausgehandelten Liefervertrag.
Karsten Korup und Eveline Geisler besiegeln per Unterschrift den neu ausgehandelten Liefervertrag.

Nach zwei Jahren harter Verhandlungen schließen WG „Elbstrom“ und Stadtwerke Vertrag über Lieferungen bis 2019

svz.de von
24. September 2015, 08:00 Uhr

Für die Genossenschafter in den rund 2400 WGE-Wohnungen, die mit Fernwärme beheizt werden, bleibt dieser Energiepreis in den nächsten fünf Jahren stabil. „Wir haben vereinbart, dass es keinen Anstieg geben wird“, sagten gestern Karsten Korup und Eveline Geisler. Der Geschäftsführende Vorstand der Wohnungsgenossenschaft „Elbstrom“ und die Geschäftsführerin der Wittenberger Stadtwerke setzten mit ihrer Unterschrift unter einen neuen Fernwärmeliefervertrag den Schlusspunkt unter Verhandlungen, „die hart, aber fair waren“, wie beide Seiten unterstrichen.

Knackpunkt, auch das sagen die beiden Vertragspartner übereinstimmend, war die Preisgestaltung, zu der die Genossenschaft auch künftig die Heizwärme beziehen wird. Über zwei Jahre hatten sich die Verhandlungen hingezogen, nachdem der alte Vertrag nach einer Verlängerung bis 2013 ausgelaufen war. Die Fernwärmelieferung erfolgte trotzdem verlässlich, aber es habe eben keine vertragliche Basis dafür gegeben, so Korup.

Eine Art Befreiungsschlag erfolgte zu Beginn dieses Jahres. Die Stadtwerke konnten zu Jahresbeginn von einem Energieversorger das Blockheizkraftwerk in der Breeser Straße und sämtliche Rohrleitungen erwerben. „Damit liegt die Erzeugung der Fernwärme und deren Weiterleitung in die Wohngebiete komplett in unserer Hand. Wir sind unabhängig von der Preisgestaltung des bisherigen Produzenten, auf die wir wenig Einfluss hatten“, sagt Geisler. Das schlage sich in der günstigen Preisgestaltung nieder.

Auch Korup ist, wie er sagt, erfreut über das Verhandlungsergebnis. Fakt ist nämlich, in den letzten Jahren hatte bzw. hat sich das Heizen mit Fernwärme für Genossenschafter nicht nur zunehmend zu einem bedeutenderen Kostenfaktor entwickelt. Sie heizen bzw. heizten auch teuerer als Mieter, die eine dezentrale Gasanlage haben. So gab es bei der Genossenschaft in den vergangenen Jahren durchaus auch Überlegungen, sich von der Fernwärme generell zu verabschieden und andere, dezentrale Möglichkeiten zu finden, bestätigte der Geschäftsführende Vorstand gestern auf Redaktionsnachfrage. Das sei jetzt vom Tisch. „Ich bin froh, dass wir die Stadtwerke als Partner an unserer Seite haben. Und ganz wichtig: Die Wertschöpfungskette bleibt in der Stadt.“

Die Wohnungsgenossenschaft nimmt zirka 60 Prozent der von den Stadtwerken produzierten Fernwärme ab. Wie die Geschäftsführerin ankündigt, ist mit der Wohnungsbaugesellschaft als dem zweiten großen Fernwärmekunden auch ein Vertrag in Vorbereitung.  

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