zur Navigation springen

Bürgermeisterwahl : Potenziale der Stadt aufspüren

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Hans-Dieter Spielmann will Bürgermeister von Bad Wilsnack werden / Kurgästen mehr bieten, Marketing ausbauen

von
erstellt am 28.Apr.2014 | 08:46 Uhr

Im Bad Wilsnacker Rathaus bricht eine neue Ära an. Nach mehr als 20 Jahren tritt Bürgermeister Dietrich Gappa (CDU) nicht erneut an. Zwei Kandidaten ringen um seine Nachfolge: Hans-Dieter Spielmann (parteilos) und Hans-Dieter Haas (FDP). Wir stellen sie vor. Heute Hans-Dieter Spielmann.

„Los! Mach’ du es!“ Oft habe Hans-Dieter Spielmann diesen Satz in den vergangenen Monaten gehört. „Bei so viel Zuspruch dachte ich mir, dann mach’ ich es und entschied mich für die Kandidatur“, sagt er. Aber das sei es nicht allein.

Seit 1969 ist Spielmann in der Bad Wilsnacker Politik aktiv. Zunächst als Stadtverordneter, dann zwölf Jahre in der Gemeindevertretung Grube und nach einer Unterbrechung kehrte Spielmann in der jetzt zu Ende gehenden Legislatur zurück ins Stadtparlament. Die letzten Jahre hätten ihm gezeigt, „dass Wilsnack Reserven und Potenziale hat, die es sich lohnt aufzuspüren“.

Zum Beispiel ließen sich Aktivitäten der Vereine bündeln. Im Sport gelinge das bereits, für den Gewerbeverein wünscht sich Spielmann eine Entwicklung. „Seine Aktivitäten ruhen derzeit, aber wir haben mit der Initiative zur Belebung der Innenstadt erfolgreiche Akteure.“ Deren Ergebnisse seien beachtlich, „in der Großen Straße haben wir keine zugemauerten Fenster mehr“, sagt Spielmann mit Bezug auf mehrere Geschäftseröffnungen. „Als Bürgermeister würde ich schauen, wie wir als Stadt die Initiative stärker unterstützen können.“ Eine Fusion mit dem Gewerbeverein bezeichnet er als gewinnbringend für alle Beteiligten.

Werbung und Marketing der Stadt will Dieter Spielmann verbessern. „Was macht eigentlich die Stadtinformation?“, fragt der 65-Jährige provokant. Der Förderverein der Wunderblutkirche sei sehr aktiv, dürfe aber nicht allein gelassen werden. Das kleine Dorf Grube mache es vor, ziehe mit seinen Veranstaltungen hunderte Besucher aus der Region und von weiter weg an. Spielmann sieht Synergien, betrachtet die Stadt und ihre Ortsteile nicht getrennt voneinander, sondern als ein Ensemble. Unterkünfte und Gaststätten müssten viel besser vermarktet werden. Das Potenzial Elbtalklinik werde zu wenig genutzt. „Die Klinik bietet ihren Gästen ein Busshuttle in die Stadt an. Unsere Aufgabe muss es sein, den Gästen etwas zu bieten.“

Die Jugend brauche mehr Angebote. Der bestehende Club allein sei zu wenig, findet Spielmann. „Und wir brauchen einen Kinderspielplatz“, fügt er an. Bürger sollten Vorschläge für einen geeigneten Platz machen, die Stadt müsse das Geld auftreiben. Wenn eigene Mittel nicht reichen, dann über Sponsoring. Bei dem Thema spricht der Kandidat die Therme an. Wenn im nächsten Jahr der Pachtvertrag mit der Stadt ausläuft, werde Heinz Steinhart, Chef der Kristallbäder AG, das Bad übernehmen. „Wir sollten mit ihm eine Zusammenarbeit anstreben, ihn als Partner gewinnen“, so Spielmann.

Zeitnah hofft er, dass der Investor den versprochenen Supermarkt realisiert. Die Stadt habe den Standort in Bahnhofs- und Kliniknähe bewilligt. „Diese Chance müssen wir nutzen, wir haben jahrelang erlebt, was alles nicht ging“, sagt Spielmann.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen