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Dorffest in Postlin : Postlin feiert sich und Reformation

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Gemeinde verbindet Dorf- mit Sprengelfest der Kirche und Luther-Jubiläum / Enge Kontakte nach Rommerskirchen

svz.de von
erstellt am 21.Aug.2017 | 08:00 Uhr

Eine ganz besondere Idee hatten die Postliner in diesem Jahr. Sie verbanden ihr Dorffest am Wochenende kurzerhand mit dem Sprengelfest der Kirchgemeinde und Luther-Jubiläumsjahr, machten das Fest insgesamt größer und bewiesen: Gemeinsam schafft man mehr. Bereits Freitagabend haben Mitglieder des Postliner Heimatvereins den Festplatz am Weg Zur Friedenseiche hergerichtet. Die Frauen des Heimatvereins backten Kuchen für den Basar, Firmen aus der Gemeinde stifteten Preise für eine Tombola, unter anderem gab es vom Karstädter Zweirad-Händler Hein ein Fahrrad im Wert von 400 Euro für die Lostrommel. Die Agrargenossenschaft Karstädt baute eine Strohburg für die Kinder zum Spielen auf, das Kettenkarussell für die Steppkes war kostenlos.

Der Gedenkstein ist noch nicht fertig, Ortsvorsteher André Lüdemann (M.) gibt einen Einblick in die zukünftige Inschrift.
Der Gedenkstein ist noch nicht fertig, Ortsvorsteher André Lüdemann (M.) gibt einen Einblick in die zukünftige Inschrift. Foto: Carlo Ihde

Eine Strohpuppe im Luthergewand neben der Kirche wies den Weg zum Auftakt: dem Festgottesdienst. In einer kleinen Ansprache erinnerte Ortsvorsteher André Lüdemann im Anschluss an Petrus Kregenow, der die Reformation in die Gemeinde getragen hat. Eigentlich sollte pünktlich zum Dorffest ein Gedenkstein enthüllt werden, um das Reformationsjubiläum zu würdigen. Den Stein hat Lüdemann neben anderen aus den A-14-Bauarbeiten, der Baugrund gab die eiszeitlichen Brocken damals frei. Einer dieser Funde steht in Karstädt bereits bei der Feuerwehr, erinnert an das 112-Jahre-Jubiläum der Blauröcke, ein anderer steht in Stavenow. Jedoch der Postliner Koloss mit seinen zirka sieben Tonnen war zu bröselig, der Steinmetz konnte die Inschrift nicht hineinbringen. Nun könnte eine Tafel angebracht werden.

Die Hälfte des Geldes für die Gravur kommt aus der Partnergemeinde Rommerskirchen. Elke und Steffen Griese aus Rommerskirchen ließen es sich nicht nehmen, am Wochenende nach Postlin zu kommen. „Es ist ein sehr herzliches Verhältnis, wir arbeiten viel mit den Landfrauen zusammen. Die Partnerschaft steht bei uns nicht nur auf dem Papier“, so Elke Griese. Da in Rommerskirchen gerade Urlaubssaison sei und viele Aktivitäten anstünden, konnten nicht alle zu Besuch kommen. Grieses aber genossen das herzliche Wiedersehen mit Freunden und Bekannten.

Zwischen Bratwürstchen und Kuchen stürmten dann Postliner Kinder mit einer spontanen Darbietung die Bühne. Ein so großes Fest, so André Lüdemann, wäre nicht möglich gewesen ohne Mittel aus dem Projekt „Demokratie leben“. Man konnte die Förderer davon überzeugen, wie eng im Dorf Kirchgemeinde, Heimatverein und Privatleute sich zusammen engagieren. „Durch die Mittel können wir auch mit Künstlern aufwarten, die wir uns sonst nicht leisten könnten.“ Am Abend begeisterte dann ein Roland Kaiser-Double, wurde bis in die Nacht auf dem schmucken Festplatz getanzt.

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