Jung und engagiert : Polnische Azubis überzeugen hier

Mateusz Wozniak, Kartarzyna Kalista und Natalia Szymanska sind Friseure in spe.
Mateusz Wozniak, Kartarzyna Kalista und Natalia Szymanska sind Friseure in spe.

Chef der Coiffeur GmbH lobt die Friseure in spe und bietet ihnen Beschäftigungsplatz an

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16. April 2015, 22:00 Uhr

Dauerwellen legen, mit Haarfarbe umgehen, Kopfmassagen: Für Mateusz Wozniak, Kartarzyna Kalista und Natalia Szymanska sind das gewohnte Arbeiten. Die Handgriffe sitzen. Trotzdem waren die letzten Tage für die jungen Polen aufregend. Denn die Auszubildenden im zweiten bzw. dritten Lehrjahr zum Friseur bzw. zur Friseurin stellen ihr Wissen und Können weit ab von der Heimat unter Beweis. Mateusz, Kartarzyna und Natalia gehören zu einer Gruppe von 16 jungen Damen und Herren, die seit Montag ein Praktikum in der Prignitz absolvieren. Die Azubis erhalten ihre Ausbildung im Friseurhandwerk, als Konditoren und als Automechaniker.

Die Coiffeur GmbH hat drei Praktikumsplätze in ihren Friseursalons bereitgestellt. Coiffeur-Chef Reinhard Meyer erzählt, dass das BBZ „an uns herangetreten ist, nach Plätzen gefragt hat“. Die Coiffeure haben Ja gesagt und sind, wie Meyer sagt, von ihren Praktikanten sehr angetan. Meyer sagt: „Sie sind sehr talentiert, aktiv und engagiert, freundlich zu den Kunden und haben einen hohen Ausbildungsstand.“

Mateusz Wozniak, Kartarzyna Kalista und Natalia Szymanska lächeln zu diesen Worten. Was sie verstanden haben, verraten sie nicht. Ihre Deutschlehrerin Dorota Rychlewska, sie ist als Dolmetscherin mit dabei, sagt, zur Ausbildung gehöre auch Deutschunterricht. Aber die jungen Leute würden sich noch nicht trauen, hier zu sprechen.

Die 16 polnischen Auszubildenden lernen an der Berufsbildenden Schule Nummer 3 in Starachowice. Die Stadt ist keine Unbekannte in Wittenberge. Die Wohnungsgenossenschaft unterhält seit Jahrzehnten freundschaftliche Beziehungen zur dortigen Wohnungsgenossenschaft.

„Für uns war das ein Ansatz, als wir Verbindungen zu polnischen Berufsschulen knüpfen wollten“, sagt Robert Tyrkalski. Der Projektkoordinator beim BBZ verweist auf Erasmus+ als Förderprogramm für Bildung, Jugend und Sport in der Europäischen Union. Erst durch dieses würden Praktika wie das jetzige möglich. Das BBZ betreut den Jugendaustausch, der es hiesigen Azubis auch möglich machen soll, im EU-Ausland Erfahrungen zu sammeln. Von polnischer Seite kann die Koordinatorin Elzbieta Gebura diese Worte nur bestätigen.

Die Erfahrungen von Mateusz, Kartarzyna und Natalia sind so, dass sie sich durchaus auch vorstellen könnten, nach der Ausbildung in Deutschland zu arbeiten. Das hört der Coiffeurchef gern. Er sagt: „Für diese jungen Friseure stehen die Türen der Coiffeur GmbH weit offen, wenn der Wunsch besteht, nach der Ausbildung zu uns zu kommen.“ Außerdem könnten sich, fügt er an, gern noch junge Leute bewerben, die Freude haben, in Coiffeur-Salons mit Menschen zu arbeiten und kreativ zu sein.  

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