Fortsetzung der Gesprächsrunde in Wittenberge : Plauderei mit einem Botschafter

Martin Hoeck hat den Botschafter Skender Xhakaliu persönlich nach Wittenberge eingeladen.
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Martin Hoeck hat den Botschafter Skender Xhakaliu persönlich nach Wittenberge eingeladen.

Die Hoeck-Stiftung und unsere Zeitung begrüßen Kosovos Botschafter Skender Xhakaliu am 24. April im Diplomatischen Salon.

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03. April 2017, 21:00 Uhr

Willkommen im Diplomatischen Salon. Die Hoeck-Stiftung und unsere Zeitung setzen die im Herbst gestartete Gesprächsrunde mit Botschaftern fort. Nach dem Besuch von Ihrer Exzellenz Marta Kos Marko aus Slowenien, begrüßen wir am 24. April im Hotel Alte Ölmühle den Botschafter des Kosovo: Skender Xhakaliu. Im Vorfeld sprach Redakteur Hanno Taufenbach mit Martin Hoeck.

Herr Hoeck, erst vor wenigen Tagen hatten Sie Gelegenheit, Skender Xhakaliu zu treffen. Wie haben Sie ihn erlebt?

Martin Hoeck: Als einen sehr offenen Menschen. Ich erwarte einen ähnlich unterhaltsamen und spannenden Abend wie beim ersten Salon mit Marta Kos Marko.

Auf welche Themen dürfen sich unsere Gäste freuen?

Da kann ich nur vermuten, was der Botschafter ansprechen wird. Der Kosovo ist ein junges und für uns Mitteleuropäer relativ unbekanntes Land. Viele kennen es nur aus der Zeit des Balkankrieges. Seit der Selbstständigkeit im Jahre 2008 stehen die Zeichen auf Aufbruch. Das Land strebt eine Mitgliedschaft in der EU an und Deutschland gilt als ein wichtiger Partner.

Also werden wir eine Erfolgsgeschichte hören?

Ja, aber mit Abstrichen. Mir gegenüber hat Botschafter Skender Xhakaliu angedeutet, auch die Probleme in seinem Land offen anzusprechen, zum Beispiel die hohe Arbeitslosigkeit von 30 Prozent. Unter den Jugendlichen ist sie gar noch höher.

Deutsche Urlauber zieht es nach Kroatien und Montenegro. Ist der Kosovo ebenfalls ein spannendes Urlaubsziel?

Das kann ich nicht beurteilen, aber auch das können wir den Botschafter fragen. Die Veranstaltung ist ganz bewusst so konzipiert, dass Gäste nach der Vorstellung durch den Botschafter Fragen an ihn stellen können. Das müssen und sollen auch nicht zwingend politische Themen sein, sondern einfach das, was Ihre Leser über das jeweilige Land erfahren möchten.

Die Reihe des Diplomatischen Salons hat Ihre Hoeck-Stiftung in Eberswalde ins Leben gerufen. Wittenberge ist der zweite Veranstaltungsort. Wie erlebten Sie den Auftakt im vergangenen Herbst?

Als sehr angenehm. Es kamen rund 50 Besucher, es gab eine rege Diskussion. Aus meiner Sicht war es ein Erfolg und ich freue mich auf die Fortsetzung.

Ist es schwer, die Botschafter zum Kommen zu bewegen?

Es ist eher ein Problem der Zeit, und einen Termin zu finden. In den Metropolen sind sie oft genug, deshalb freuen Sie sich auf kleinere Städte, auf den ländlichen Raum. Zu ihren Aufgaben gehört es auch, ihre Heimatländer vorzustellen.

Sie und Ihr Vater haben die Stiftung im Mai vor zwei Jahren gegründet. Was war der Anlass?

Meine Mutter verbrachte vor ihrem Tod zwei Monate im Hospiz in Eberswalde. Die Pflege und das Personal haben uns so beeindruckt, dass wir dem Hospiz helfen wollten.

Wie hat sich die Stiftung entwickelt?

Wir haben unser Startkapital von 10 000 auf 30 000 Euro erhöhen können. Das verdanken wir vielen Kleinspendern. Unter anderem bitten wir die Besucher des Diplomatischen Salons um Unterstützung. Die Veranstaltung selbst ist eintrittsfrei.

Wen unterstützt Ihre Stiftung?

In erster Linie das Eberswalder Hospiz mit monatlich 100 Euro. Aber auch andere Projekte fördern wir, im vergangenen Jahr mit insgesamt 4000 Euro.

Was planen Sie für die nahe Zukunft?

Unser Kapital soll auf 40 000 Euro wachsen. Die Niedrigzinspolitik macht es nicht einfach, aber wir sind zuversichtlich, ab dem nächsten Jahr das Hospiz bis zu vier Monate ausschließlich durch Kapitalerträge unterstützen zu können.

Verraten Sie uns abschließend bitte noch, woher Sie die Botschafter kennen?

Theoretisch kenne ich rund 150 Botschafter, denn so viele sind Mitglied im Ambassadors Club e. V. in Berlin, für den ich freiberuflich als Vorstandsassistent arbeite.

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