Haushalt der Gemeinde Plattenburg : Plattenburg steht weiter unter Spardruck

Haushaltsausgleich ist nicht absehbar.

von
26. März 2019, 20:00 Uhr

Eine klare Aussage macht Kämmerin Katrin Gerloff und begründet damit gleichzeitig die Notwendigkeit eines Haushaltssicherungskonzeptes: „Zum jetzigen Zeitpunkt kann nicht abgesehen werden, wann der gesetzliche Haushaltsausgleich in der Gemeinde Plattenburg wiedererlangt wird.“

Der Gesamthaushalt weist in diesem Jahr ein Defizit von 644 500 Euro vor. Damit läge die Gemeinde bereits 100 000 Euro unter dem Vorjahresdefizit. Noch vor der Gemeindevertretersitzung musste sie die Zahlen korrigieren. Allein durch die überarbeitete Kita-Gebührensatzung erhöhte sich das Defizit um 55 000 Euro.

„Wir sparen schon, aber es gibt immer wieder Haushaltspositionen, die steigen“, so Katrin Gerloff. Eingestellt sind auch die Tariferhöhungen der Angestellten der Gemeinde, so dass sich die Personalausgaben einmal mehr erhöhen. Gab die Gemeinde im vergangenen Jahr dafür noch 2 295 700 Euro aus, sind es in diesem Jahr bereits 2 554 900 Euro. Es handele sich hierbei nicht nur um Tariferhöhungen, sondern auch um die Kosten für Neueinstellungen im Kita-Bereich, so die Kämmerin. Diese Neueinstellungen seien notwendig, um den Kitabetrieb sicherzustellen.

Eine Unbekannte ist noch die Auswirkungen des Gute-Kita-Gesetzes. Bisher unbeantwortet sei die Frage, welche Kosten die Gemeinde erstattet bekommt, heißt es dazu aus der Verwaltung.

Dennoch soll weiterhin gespart werden. Dabei setzt die Kämmerin auf drei Schwerpunkte zur Haushaltskonsolidierung: Die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik, die Veräußerung gemeindeeigener Liegenschaften und Immobilien sowie die Kosten-Nutzen-Analyse gemeindeeigener Immobilien.

„In den nächsten Monaten hat die Gemeindeverwaltung sich als Schwerpunkt gesetzt, die noch offenen Jahresabschlüsse zu erstellen. Denn erst wenn die genaue Vermögenslage feststeht, können wir weitere Aussagen zum Wiedererlangen des Haushaltsausgleiches geben“, sagt Gerloff. Alle Mitarbeiter seien angehalten, in ihren Fachbereichen sparsam zu handeln und bestmögliche Erträge zu erzielen.“

Veränderungen im Kita-Gesetz sowie die ausstehende Entscheidung zu den Straßenausbaugebühren können sich noch auf den aktuellen Haushalt auswirken.

Für die neue Kämmerin, die ihren ersten Haushalt vorlegte, steht fest, „dass trotz der angespannten Haushaltslage, das Dorfleben nicht zum Erliegen kommen darf“.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen