Plattenburg: Küche im Fokus

„Die Gemeinde könnte hier helfen, indem man nach möglichen Förderungen Ausschau hält. Ich selbst bin auch bereit, mich an den Investitionskosten zu beteiligen.“ - René Günther, Burgpächter
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„Die Gemeinde könnte hier helfen, indem man nach möglichen Förderungen Ausschau hält. Ich selbst bin auch bereit, mich an den Investitionskosten zu beteiligen.“ - René Günther, Burgpächter

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29. Januar 2013, 09:57 Uhr

Kletzke | Wie geht es mit der Plattenburg weiter? Welche Sanierungen werden in den nächsten Jahren notwendig, welche Wünsche hat Pächter René Günther? Soll die Plattenburg verkauft werden oder weiter Eigentum der Gemeinde bleiben?

Mit diesen Fragen befasst sich seit fast einem Jahr eine Arbeitsgruppe aus Mitgliedern der Gemeindevertretung unter Leitung von Rainer Schneewolf aus Rambow. "Wir haben in den letzten Wochen nicht mehr getagt. Der Wechsel der Bürgermeisterin hat uns beschäftigt, so dass wir in der jüngsten Vergangenheit nicht mehr zusammengekommen sind", sagt Schneewolf.

Ob die Arbeitsgruppe den Verkauf der Plattenburg empfehle oder nicht, wollte Rainer Schneewolf noch nicht öffentlich kundtun. "Es gibt dazu eine Position, die ich aber noch nicht öffentlich machen möchte, bevor wir mit den Gremien der Gemeinde gesprochen haben", so Rainer Schneewolf. Bürgermeisterin Anja Kramer hat das Thema Plattenburg ganz oben auf ihrer Agenda. "Ich möchte in der Arbeitsgruppe zur Plattenburg mitarbeiten. Auch um auf dem neuesten Stand zu sein und zudem die Mitglieder der Arbeitsgruppe über Möglichkeiten zu informieren, wie manches Problem gelöst werden könnte."

Ein dickes Brett wird wohl Pächter René Günther den Abgeordneten auf den Tisch legen: den Umbau und die Modernisierung der Küche in der Oberburg. Stromleitungen stammen noch aus tiefsten DDR-Zeiten, ebenso zahlreiche elektrische Großgeräte. Die Küche in der Oberburg ist seit Jahren nicht in Betrieb, weil sie den heutigen hygienischen Anforderungen nicht mehr entspricht.

Um sie aber wieder in Betrieb zu nehmen, müsste man investieren. "Es geht vor allem um die zahlreichen Veranstaltungen und Hochzeiten auf der Oberburg. Zurzeit muss das Essen aus dem Burgkeller über den Hof zur Oberburg gebracht werden. Das ist zum einen sehr aufwendig und zum anderen auch für die Speisen nicht von Vorteil", sagt René Günther. Der Kostenvoranschlag für die Erneuerung der elektrischen Anlagen, für neue Fliesen, Küchengeräte und Einrichtung werde sich auf mehr als 100 000 Euro belaufen, schätzt Günther.

Allerdings erwarte er nicht, dass die Gemeinde diese Kosten allein stemme. "Die Gemeinde könnte hier helfen, indem man nach möglichen Förderungen Ausschau hält. Ich selbst bin auch bereit, mich an den Investitionskosten zu beteiligen", sagt Günther. Inwieweit die Arbeitsgruppe der Gemeindevertretung diese Investition berücksichtigt hat, kann niemand sagen. Es gab vor Jahren einen Maßnahmekatalog für die Plattenburg. Hier waren Investitionen als Handlungsabsicht festgeschrieben. Einen ähnlichen Arbeitsplan für die nächsten Jahre sollte die Arbeitsgruppe erarbeiten und ihre Vorschläge den Abgeordneten unterbreiten.

Kurz vor Jahresende hatte die Gemeindevertretung grünes Licht für den Fördermittelantrag gegeben, um eine WC-Anlage im Burgkeller zu bauen. Der Förderantrag für eine Pergola im Umfang von etwa 10 000 Euro wurde nicht unterstützt. Dennoch will René Günther die Pergola bauen - dann eben komplett auf eigene Kosten und ohne Förderung.

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