Rosenhagen : Planung für Turmstumpf in Auftrag

Noch bietet der Turmstumpf (l.) einen freien Blick gen Himmel.
Noch bietet der Turmstumpf (l.) einen freien Blick gen Himmel.

Bewohner möchten sich seit Jahren alternativen Treffpunkt schaffen/ Jetzt sollen endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden

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30. Juli 2014, 13:50 Uhr

Wenn sich die Rosenhagener mal treffen wollen, dann geht es derzeit nur sommers. Denn die kleine Kirche ist nicht beheizbar. „Im Winter bleibt uns als Treffpunkt einzig die gute Stube“, berichten sie.

So lange die Kirchgemeinde noch das Pfarrhaus hatte, war all das kein Problem. Zwei Räume konnte man nutzen, und davon machten die Kirchgemeinde wie das Dorf gern Gebrauch. Der Sanierungsstau war hier aber so groß, dass die Kirche das Pfarrhaus verkaufte.

Seither suchen die Rosenhagener nach einer Alternative. So kam der Turmstumpf ins Gespräch. Wie die Rosenhagener Kirche selbst, stammt auch er aus dem 15. Jahrhundert. In den 1970er Jahren wurde der Turmaufsatz wegen Baufälligkeit jedoch entfernt, so dass nur der Kirchensaal nutzbar ist. Was vom Turm blieb, war der aus Feldsteinen gemauerte Stumpf, der den Blick in den Himmel frei gibt. Ihn zu sichern, war inzwischen längst ein Gebot der Stunde. Genau das will die Kirchgemeinde und zugleich damit eine Räumlichkeit für die Gemeinschaft schaffen.

Fünf Jahre sind seither ins Dorf gezogen, doch getan hat sich bis dato nichts. Vorstellungen, wie der Stumpf aussehen kann, die gibt es seit Jahren. Und wieder kommen neue Varianten vor allem auch seitens des landeskirchlichen Bauamtes ins Gespräch. Ein vom ihm beauftragtes Architektenbüro soll nun aber Nägel mit Köpfen, sprich die Planung machen, ist von Dr. Andreas Draeger zu erfahren. Über viele Jahre agierte er als Vorsitzender des Bauausschusses des Kirchenkreises und will dieses Projekt nun auch zu einem guten Ende führen, wie er sagt.

Mitte August, spätestens Anfang September rechnet er damit, dass die Planung, die auch die notwendigen finanziellen Mittel benennt, vorliegt. „Dann müssen wir sehen, ob sie dem entspricht, was sich Kirchgemeinde und Kirchenkreis auch leisten können“, so Dr. Draeger.

82 000 Euro seien für das Dach und den Ausbau des stumpfen Kirchenraumes eingeplant – „Geld, das auch aufgebracht wird“, betont Dr. Draeger. Wenn alles soweit konform gehe, müssen aber noch einigen Hausaufgaben gemacht werden, und das auch von der Kirchgemeinde. Die Baugenehmigung muss beantragt und auch die Umwidmung des Friedhofes im Bereich um das Kirchengebäude erfolgen. Letzteres dürfte sicher nicht das Problem sein, fanden hier doch seit Jahrzehnten keine Beerdigungen mehr statt. Damit wäre der Weg dann frei, um die entsprechenden Versorgungsleitungen, wie Strom und Abwasser, verlegen zu können. Und dann kann es endlich auch an den eigentlichen Ausbau des stumpfen Turmes zu einer Räumlichkeit für die Dorfgemeinschaft gehen.

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