Wittenberge : Pläne für den Bahnhof werden konkret

Bauamtsleiter Martin Hahn erklärt Daniela Trochowski die Pläne zum Umbau des Bahnhofs.
Bauamtsleiter Martin Hahn erklärt Daniela Trochowski die Pläne zum Umbau des Bahnhofs.

Staatssekretärin macht sich ein Bild von den anstehenden Umbaumaßnahmen. Baubeginn soll 2020 sein.

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14. Juni 2019, 05:00 Uhr

Der Koffer mit dem Geld blieb in Potsdam. Vorerst zumindest. Daniela Trochowski, Staatssekretärin im Ministerium für Finanzen, macht gleich zu Beginn ihres Besuchs am Donnerstag in Wittenberge klar: „Ich werde heute nichts zusagen, nichts versprechen.“ Das hatten Bürgermeister Oliver Hermann und Torsten Diehn, Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft, auch nicht erwartet. Grund des Besuchs sind die städtischen Pläne für das Bahnhofsgebäude. Trochowski sollte einen Eindruck von dem bekommen, was die Stadt vorhat.

Nach vierjährigen Verhandlungen hatte die Wohnungsbaugesellschaft Ende 2018 den Bahnhof für 250 000 Euro gekauft. Jetzt geht es an den Umbau. 14 Millionen Euro sind kalkuliert. Diehn spricht von einer realistischen Schätzung. Einige Tücken seien eingepreist. Darunter eventuelle Probleme mit der Statik. „Außenwände drängen nach außen, punktuell könnte es Schwierigkeiten mit dem Untergrund geben“, sagt Diehn, während Daniela Trochowski den früheren Mitropa-Saal betritt. Hohe Fenster, Stuck an den Decken, Kronleuchter – sie ist beeindruckt.

Bibliothek, Reisezentrum, das Technologie- und Gewerbezentrum, ein gastronomisches Angebot sollen in dem unter Denkmalschutz stehendem Gebäude einziehen. In Kürze werde entschieden, welcher Fachplaner das Vorhaben betreuen wird. Seine Aufgabe: Bis Jahresende die Arbeiten zu planen und die Kosten zu konkretisieren. Um bösen Überraschungen vorzubeugen, sollen von kritischen Stellen 3D-Zeichnungen angefertigt werden. Diehn will wissen, was auf ihn zukommt.

Unterdessen hat die Stadt bei der Landesregierung finanziellen Bedarf angemeldet. Das Projekt soll mit Mitteln aus dem Stadtumbau gefördert werden, erklärt Bauamtsleiter Martin Hahn. Bis zu neun Millionen Euro seien im Gespräch. Konkrete Anträge sind erst nach Abschluss der Planung mit den dann vorliegenden Baukosten möglich. Aber man sei vorbereitet, lautet die Botschaft. Baubeginn soll 2020 sein, Fertigstellung 2022.

Bürgermeister Oliver Hermann richtet den Blick bereits auf das Umfeld des Bahnhofs. Der Bedarf an Parkplätzen werde nochmals steigen. Kreative Lösungen seien nötig, denn der Denkmalschutz wirke sich auch auf den Vorplatz aus. „Wir wollen das Bahnhofsgebäude nicht zubauen, aber den Außenbereich gestalten.“

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