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Erstes Verbändefrühstück : Plädoyers für mehr regionalen Stolz

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Verbände und Zusammenschlüsse wollen in einem Netzwerk branchenübergreifend für die Prignitz werben / Gestern erstes Treffen

von
erstellt am 13.Mai.2014 | 20:20 Uhr

Jeder für sich allein: Das soll im Binnen- und Außenmarketing der Prignitz schon bald der Vergangenheit angehören. Um das Ziel einer branchen- und interessenübergreifenden Vernetzung gezielt anzusteuern, hatte der Kreisbauernverband Prignitz e. V. (KBV) gestern nach Kuhsdorf (Gemeinde Groß Pankow) zum ersten Verbändefrühstück auf den Hof von Robert und Bettina Hagemann eingeladen. Die Resonanz war groß: Vertreter des Regionalen Wachstumskerns Prignitz (RWK), des Vereins RWK Autobahndreieck Meyenburg, Pritzwalk, Wittstock, der Wirtschaftsfördergesellschaft, der Handwerkskammer, IHK, des Jagdverbandes Perleberg, des Tourismusverbandes und des Kirchenkreises Prignitz nahmen teil.

Die vielen Vorzüge, die die Region in die Waagschale legen könne, müssen besser kommuniziert werden. Darin sind sich alle Akteure einig. „Das Werben für die Prignitz macht eigentlich schon jeder von uns, werben um Fachkräfte, um Touristen, um Rückkehrer und so weiter. Aber, wir müssen es schaffen, über eine Region als Ganzes zu reden, sie in aller Munde zu bringen“, plädierte Mike Blechschmidt vom Verein RWK Autobahndreieck. Was das genau für ein Konstrukt sein könnte und wie man es, z. B. im Internet, an den Mann bringt, dazu gab es gestern natürlich noch kein Endergebnis, nur erste Vorstellungen, teils aber auch schon konkrete Vorschläge. Zum Beispiel von Bettina Hagemann. Sie hält es für sinnvoll, die rein touristisch-gastronomische Präsentation der Prignitz alljährlich auf der Grünen Woche um eine landwirtschaftliche Komponente zu erweitern. Sie und ihr Mann sind selbst Rückkehrer und machten gestern deutlich, dass man nicht nur stolz auf diesen Landstrich sein könne, sondern das auch immer wieder ’rüberbringen müsse. „Ich sehe es als Riesenvorteil an, von hier aus in jeweils anderthalb Stunden die beiden größten Städte Deutschlands erreichen zu können, habe aus meiner Sicht als Landwirt außerdem die beiden größten Seehäfen vor der Nase“, so Robert Hagemann. Immer wieder spielte gestern auch das Marketing nach innen eine Rolle. „Wir dürfen nicht nur auf Rückkehrer setzen, sondern müssen hier bei uns, bei den Jüngsten beginnen“, stellte Katrin Lange vom Verein RWK Autobahndreieck heraus. Dem gestrigen ersten Termin, so Christina Stettin, KBV-Geschäftsführerin, werden weitere folgen, damit das „Netzwerk Prignitz“ in Gang kommt. „Wir haben uns ‘beschnuppert‘ und unsere Schwachstellen erkannt“, fasste sie in einem ersten Resümee zusammen.



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