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Plädoyer für Neubau eines Gebäudes im Sportpark

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Vorhandene Räumlichkeiten reichen schon lange nicht mehr / Stadt hat 600 000 Euro im Haushalt eingestellt

von
erstellt am 02.Mär.2017 | 12:36 Uhr

Anbau oder Neubau – das ist die Gretchenfrage. Aus diesem Grund hat das Funktionsgebäude für den Jahn-Sportpark noch einen Sperrvermerk im Haushalt, der gegenwärtig in den Ausschüssen diskutiert wird. Eine Wirtschaftlichkeitsprüfung sei die Voraussetzung für die Entscheidung, erläuterte Bauamtsleiter Hagen Boddin im Kulturausschuss.

Die Einwohnerfragestunde nutzte Ramona Bahl, Vorstandsmitglied beim SSV Perleberg, um die Notwendigkeit und Dringlichkeit einer baulichen Lösung noch einmal deutlich zu machen. Denn der Verein wachse weiter, die Räumlichkeiten aber nicht. Der Belegungsplan für das kommende Wochenende spricht da eine deutliche Sprache, und „dabei hat der eigentliche Punktspielbetrieb noch nicht begonnen“, betont sie. Für vier Mannschaften gibt es drei Umkleidekabinen. Die einen sind noch nicht vom Spielfeld, da warten die nächsten schon, wollen in die Kabine. Die Frauen nutzen schon die gastronomische Einrichtung zum Umziehen, geduscht wird, „wenn dann mal was frei ist“. Problematisch wird es bei Verlängerung oder wenn sich ein Team verspätet. „Dann geht der ganze Plan sprichwörtlich baden.“

460 Mitglieder zählt der Verein, davon 320 Kinder und Jugendliche von drei bis 18 Jahren, die regelmäßig auf dem Sportpark trainieren. Integration – kein Thema, die klappt auch ohne große Worte.

Und nicht nur der SSV nutzt die Sportanlage. Schulen, Polizei und auch Hobbysportler, die ihre Runden drehen, sind hier regelmäßig anzutreffen. An den Wochenenden ist von 9 bis 17 Uhr die Anlage in Beschlag.“ 16 Mannschaften plus ihre Gegner kicken hier, wenn der Punktspielbetrieb läuft. Und auch die Leichtathleten, ihre Mitgliederzahl bewegt sich zwischen 50 und 60, trainieren regelmäßig auf dem Sportplatz.

Lange Rede, kurzer Sinn: „Wir brauchen das Gebäude“, appelliert Ramona Bahl an die Abgeordneten im Kulturausschuss. Die Vorstellungen gehen in die Richtung, im Bereich des B-Platzes ein weiteres Mehrzweckgebäude zu errichten. In Eigenregie finanziell gesehen für den Verein, mehr als eine Nummer zu groß. Mit 125  000 Euro Fördergeld aus Landesmitteln könne man rechnen, und auch der Verein wolle sich natürlich beteiligen. 90  000 Euro wolle er in der nächsten zehn bis zwölf Jahren allein stemmen, „für uns, die wir auf keine üppige Förderung wie Vereine im Speckgürtel bauen können, schon eine echte Herausforderung“, räumte Frank Döring, Vorsitzender des SSV Einheit, gegenüber dem „Prignitzer“ bereits im Januar ein. Trotzdem bleibt noch ein stattlicher Rest, den es zu deckeln gilt. „Die Stadt hat Unterstützung zugesichert, 600 000 Euro in den Haushalt eingestellt. Das entscheidende Wort haben aber die Stadtverordneten. Denn noch ist der Etat nicht beschlossen.  

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