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Piratenpartei gründet Prignitzer Regionalverband

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erstellt am 09.Feb.2012 | 11:51 Uhr

Prignitz/Neuruppin | Die bundesweite Kaperfahrt der Piratenpartei auf die Parlamente soll auch die Prignitz erreichen. Am 4. Februar gründete sich der Regionalverband Prignitz-Ruppin. In den Vorstand schaffte es der Prignitzer Michael Polte, er wurde Beisitzer.

Seit Oktober vergangenen Jahres engagiert er sich in der Partei und sei hier in der Region noch einer von wenigen. "Ich bin selbst gespannt, wie viele zur Gründungsversammlung kommen werden, das ist noch völlig offen", sagt er. Seit geraumer Zeit sympathisiere er mit der Piratenpartei. Als Berufsschullehrer in Pritzwalk habe er für seinen Politikunterricht Protestaktionen der Piraten thematisiert. Seit sie im vergangenen Herbst den Berliner Senat eroberten und die Medienpräsenz enorm stieg, gewann die Partei für ihn an Bedeutung.

"Mehr Transparenz, mehr Bürgerdemokratie, stärkerer Datenschutz - all das sind Ziele der Piraten und sie decken sich mit meinen Ansichten", sagt Polte. Gerade die zunehmende Überwachung der Bürger störe ihn erheblich. "Genau das wurde dem DDR-System angelastet, dafür wurde es verdammt", so Polte. Und jetzt nehme von Jahr zu Jahr die Überwachung durch die Behörden zu. Ein Widerspruch aus Poltes Sicht. Kritik übt er auch an der vorherrschenden Lobbypolitik und fragt: "Wie kann es sein, dass ein Finanzminister morgen Verteidigungs- oder Bildungsminister werden kann? Wo bleibt die Fachkompetenz?" Die etablierten Parteien seien für ihn persönlich keine Alternative. Allein der Fraktionszwang schrecke ihn ab. Außerdem würden sich die großen Parteien inhaltlich kaum unterscheiden. "Bei den Piraten kann wirklich jeder frei entscheiden, hier gibt es noch die Basisdemokratie."

Der Regionalverband sieht auf lokaler Ebene die Kommunalwahlen 2014 als erstes große Herausforderung, Ziel sei der Einzug in Kreistag oder städtische Parlamente . Bis dahin werde die Piratenpartei mit Aktionen auf sich aufmerksam machen, ist Michael Polte überzeugt.

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