Pilotprojekt liefert Wärme und Strom

<strong>Offizielle Übergabe</strong> der neuen Wärmeversorgungsanlage  an die Nutzer CJD und das Seniorenpflegeheim des Kreiskrankenhauses im Beisein der beteiligten Firmen. <foto>Doris Ritzka </foto>
Offizielle Übergabe der neuen Wärmeversorgungsanlage an die Nutzer CJD und das Seniorenpflegeheim des Kreiskrankenhauses im Beisein der beteiligten Firmen. Doris Ritzka

svz.de von
26. März 2013, 05:55 Uhr

Perleberg | Gestern wurde sie offiziell übergeben, die neue Wärmeversorgungsanlage der PVU auf dem Gelände des CJD in der Reetzer Straße. Ein modernes Blockheizkraftwerk, gekoppelt mit einem Gasbrennwertkessel löst damit die über 20 Jahre alte Technik hier ab. Jene lieferte 800 kWh und war eigentlich überdimensioniert. Die neue Anlage bringt es auf 240 kWh, ist damit kleiner aber weitaus effizienter, betont Torsten Wilms, Abteilungsleiter Wärmeversorgung bei der PVU.

Rund 120 000 Euro investierte das Prignitzer Versorgungsunternehmen in das Pilotprojekt und sorgt damit nicht nur für eine stabile Wärmeversorgung, sondern auch für eine wesentliche Reduzierung der CO2-Bilanz. Holger Lossin, PVU-Geschäftsführer, überschlägt: Da neben der Wärme auch Strom erzeugt wird, können die ansonsten im Kraftwerkspark im Strommix anfallenden 63 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.

Die neue Anlage versorgt alle Objekte des CJD auf diesem Terrain in der Reetzer Straße mit Wärme und Warmwasser sowie das angrenzende Seniorenpflegeheim des Kreiskrankenhauses in der Ackerstraße über eine zirka 45 Meter lange Fernleitung mit Überschusswärme. Erzeugt wird zudem Strom, der möglichst an Ort und Stelle verbraucht und der Rest ins Netz eingespeist wird.

Bereits 2009 stand dieses Projekt zur Debatte, damals noch als Perleberg Nord im Gespräch. Als die vorgesehene Biogasanlage in Quitzow aber nicht entstand, jetzt soll es einen neuen Investor geben, verabschiedete man sich von der großen Variante. Diese sah auch noch die Versorgung zumindest von Teilen des Wohngebietes und hier ansässiger Firmen vor. Entstanden ist nun eine Art Insellösung, die ihren Nutzern neben einer stabilen Versorgung eben auch "schicke Wärme- und auch gute Strompreise" gewähre, führt Torsten Wilms an.

Das eigentliche Herzstück ist die Blockheizkraftwerk-Anlage, die permanent auch in Betrieb sein müsse, nur so rechne sie sich. Ein 1600 Liter Pufferspeicher sorgt dafür. Wärmebevorratung aus dem sogenannten Primärenergieträger Erdgas und parallel dazu Stromerzeugung mache diese Anlage möglich. Die neue Gasbrennwertkesselanlage deckt die Spitzenlast ab.

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