Geschichte zum Anfassen : Pilgerfest: Zauberhafte 13. Auflage

Jedes Jahr ein Highlight im Pilgertheater: Action-Szenen an der Sünden-Waage.  Fotos: Birgit Hamann (6)
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Jedes Jahr ein Highlight im Pilgertheater: Action-Szenen an der Sünden-Waage. Fotos: Birgit Hamann (6)

Generationen sowie immer mehr Gäste aus Nah und Fern begegnen sich am Fuße der Wunderblutkirche / Highlights: Theater und Konzert

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22. August 2016, 05:00 Uhr

Die 13 ist keine Unglückszahl, anderenfalls wäre das Pilgerfest, das Samstag wieder in Bad Wilsnack stattfand, sicher nicht so ein großer Erfolg geworden. Die Veranstalter zeigten sich in einem ersten Resümee sehr zufrieden. „Der Zuspruch ist wirklich gut“, so Heike Rosenau vom Vorstand des Fördervereins Wunderblutkirche St. Nikolai. Sie bezeichnet das Event als großes Fest der Begegnung, dem immer auch ein besonderer Zauber inne wohne. Dazu hat sich das Pilgerfest im Laufe der Jahre mit Sicherheit gemausert.

Die 13. Auflage fand unter neuen Vorzeichen statt: Seit diesem Jahr ist das Gotteshaus als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung anerkannt. Verbunden damit sind finanzielle Mittel für Erhaltungsmaßnahmen in Höhe von 200 000 Euro sowie weitere Fördergelder, die in den nächsten sechs Jahren unter anderem für die dringend notwendige Dachsanierung aufgewendet werden sollen. Groß war die Zahl der Pilger, die sich vormittags auf den Fußweg nach Wilsnack machten. „Es mögen um die 50 gewesen sein. Und es wären sicher noch mehr gekommen, wenn nicht der Zug aus Richtung Berlin Verspätung gehabt hätte. Grund war ein Oberleitungsschaden durch einen Baum bei Neustadt/Dosse“, so Fördervereinsvorsitzender Jochen Purps.

Starkes Interesse gab es auch an der kurzweiligen Führung durch die Kirche mit Friedrich-Christoph von Saldern, stellvertretender Fördervereinsvorsitzender und Auskenner in der Geschichte des Gotteshauses sowie des Ortes. Sehr gut gefüllt war die Wunderblutkirche dann auch zum Konzert mit „Gregorianika“. Das siebenköpfige A-Capella-Ensemble machte vorgestern Abend auf seiner „In Medias res“-Tour Station in Bad Wilsnack und wurde vom Publikum gefeiert.

Viel Applaus gab es auch am Nachmittag für das Ensemble des „Theaters auf dem Pilgerweg“. Zuschauer und Schauspieler mussten dabei in der ersten Hälfte dem Regen trotzen, was der guten Stimmung jedoch keinen Abbruch tat. Bärbel Mann hatte wieder „Wahres und Wunderbares aus der Geschichte Wilsnacks“ recherchiert und fantasievoll zu einem Ein-Stunden-Stück aufbereitet, das – wie jedes Jahr – einen tollen Einblick in den Alltag der Wilsnacker bot, wie er sich zu Hoch-Zeiten der Stadt als Wallfahrtsort abgespielt haben könnte. Das macht Lust auf mehr – im August 2017.  


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