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Bad Wilsnack : Pilgerfest wird Publikumsmagnet

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Es ist das spezielle Flair im Goethe-Park, das "Theater am Pilgerweg" und es sind die ausgesuchten Angebote an den zahlreichen Ständen, die das Bad Wilsnacker Pilgerfest ausmachen.

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erstellt am 25.Aug.2013 | 11:14 Uhr

Bad Wilsnack | Es ist das spezielle Flair im Goethe-Park, das "Theater am Pilgerweg" und es sind die ausgesuchten - man könnte fast sagen handverlesenen - Angebote an den zahlreichen Ständen, die das Bad Wilsnacker Pilgerfest ausmachen. Ein Resümee der zehnten Auflage, die am vergangenen Sonnabend stattfand, könnte lauten: Groß ist das Fest geworden, groß und schön. Gut 1000 Besucher mögen es gewesen sein, die sich ab 11 Uhr auf dem Gelände einfanden, schätzt Jochen Purps, Vorsitzender des veranstaltenden Fördervereins der Wunderblutkirche. Gut gefüllt war das Areal von Beginn an.

Besonders eng wurde es dann kurz vor 16 Uhr: Viele erwarteten bereits mit Spannung "Wahres und Wunderbares aus Wilsnacks Geschichtsbuch, Teil II", geschrieben und zur Theatervorlage entwickelt von Bärbel Mann, die auch die Gesamtleitung inne hatte. Aufgeregt war nicht nur sie vor der großen Aufführung, das waren auch alle anderen Darsteller, nicht zuletzt auch wegen der knapp bemessenen Zeit, die im Vorfeld nur für die Proben verfügbar war. "Ich bin zufrieden, es hat alles gut geklappt", zeigte sich Bärbel Mann im Anschluss erleichtert. Das Pilgertheater setzte, wie schon im Vorjahr, auf Unterhaltung und Kurzweil. Geschichtliche Fakten und zeithistorische Umstände werden geschickt eingeflochten. Die Love-Story von Mette, der Magd des Bürgermeisters, und Simon, dessen Sohn - eine, zumindest fürs Mittelalter, verbotene Liebe - war das i-Tüpfelchen auf dem Stück.

Gut bestückt war bereits morgens die Gruppe, die von der Plattenburg zur Wunderblutkirche pilgerte. Pfarrer Daniel Feldmann verarbeitete dort in der anschließenden Andacht u. a. Einträge aus dem umfangreichen Gästebuch des Gotteshauses. Anschließend wurde im Beisein zahlreicher Interessierter auf der Saldern-Empore die Ausstellung zu 500 Jahre Wilsnacker Stadtrecht eröffnet. Sie entstand in Kooperation des Stadtverordnetenausschusses für Kultur und Fremdenverkehr, der Kirchengemeinde und des Kirchenfördervereins, des Domstiftsarchivs Brandenburg und der Bad Wilsnacker Fotografin Juliane Ziel.

Das schöne Wetter und die vielen Angebote zogen die Menschen allerdings hauptsächlich in den Park - wo auch ein kleiner Bogenschützenwettbewerb seine Premiere hatte: "Die Superhelden von Bad Wilsnack". Mit gezielten Schüssen auf eine liebevoll gebastelte Kulisse mussten Kinder Gefahren von Bad Wilsnack abwehren, durften zugleich aber andere Beschützer nicht mit dem Pfeil treffen. Die Idee setzte Alina Faltermayr um. Normalerweise findet man die Berlinerin als Moderatorin von "radio 1" im Rundfunkstudio. Sie pflegt enge freundschaftliche Kontakte in die Kurstadt, schnappte im vergangenen Jahr den Vorschlag für das Spiel auf, setzte es gekonnt handwerklich um und betreute den Stand. Einer von vielen Mosaiksteinen, die das Pilgerfest prägen.

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