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Feuerwehr Karstädt : Pieper rief 45 Mal zum Einsatz

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Ortswehr Karstädt blickt auf bewegtes Jahr zurück /Problem: Wehr gehen Kameraden mit Lkw-Führerschein aus

von
erstellt am 28.Feb.2016 | 14:59 Uhr

45 Mal mussten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Karstädt 2015 ausrücken - darunter zu 27 Bränden, zehn technischen Hilfeleistungen und drei Unfallrettungen. Diese und weitere Fakten listete Ortswehrführer Hartmut Gerloff auf der Jahresrechenschaftslegung am Freitagabend auf.
Rein statistisch ist die Ortswehr mit 74 Mitgliedern gut aufgestellt. „Doch im Ernstfall brauchen wir viele Kameraden, um einsatzfähig zu sein. Denn durch ihre Arbeit bzw. Ausbildung sind einige nicht immer vor Ort”, machte der Wehrführer deutlich.
Noch nicht zum Tragen kam das Vorhaben, Mitglieder anderer Ortswehren, die in Karstädt arbeiten, bei Alarmierungen mit einzubeziehen. Wenig Verständnis haben Wehrführer und auch Gemeindebrandmeister Maik Hortig dafür, dass Mitarbeiter des kommunalen Betriebshofs, die Mitglieder der Karstädter Wehr sind, arbeitsmäßig in anderen Ortsteilen eingesetzt werden und so bei Einsätzen der Wehr nicht zur Verfügung stehen. Darunter auch Kameraden mit Führerschein. „Im Ernstfall können noch sechs Kameraden mit einem Lkw-Führerschein unsere großen Fahrzeuge steuern. Fünf mit dieser Befähigung sind in den letzten Jahren aus dem aktiven Dienst ausgeschieden. Weitere werden es in den nächsten Jahren, so dass wir uns gemeinsam mit der Gemeinde einen Kopf machen müssen, wie wir über Förderung, Erhöhung von Zuschüssen usw. dafür sorgen, dass Kameraden den Lkw-Schein machen. Der kostet immerhin zwischen 6000 bis 8000 Euro”, machte Gerloff deutlich.
Zur Aufrüstung der Ortswehr zum Aufgabenfeld A 14 soll ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF mit umfangreicher Ausrüstung angeschafft werden. Ein Förderantrag ist gestellt, eine Auslieferung in 2016 aber kaum wahrscheinlich, so Gemeindebrandmeister Hortig, da eine Klage im Bieterverfahren die Auslieferung verzögere. Zur Finanzierung des Eigenanteils will die Gemeinde u.a. das Löschfahrzeug LF 10/6 verkaufen. „Unverständnis herrscht jedoch bei den Kameraden, warum auch der Unimog zur Schätzung gebracht wurde. Mit der Wehrleitung wurde darüber nicht gesprochen, auch im Beschluss der Gemeindevertreter zur HLF-Neubeschaffung steht dazu nichts. Der Unimog kann aber noch mit einer Pkw-Fahrerlaubnis geführt werden, wozu im Einsatzfall sechs Kameraden berechtigt sind. Mit dem Fahrzeug können wir verschiedene Aufgaben ohne einen Lkw-Fahrer abdecken”, erklärte Gerloff.
Positiv wertete der Wehrführer den Ausbildungsstand der Kameraden. Auch andere Wehren, wie Garlin oder Premslin/Glövzin, nutzen Ausbildungsabende unter Leitung von Norman Mundt. Ebenso arbeite man kameradschaftlich mit der FFw Perleberg zusammen, was sich bei jüngsten gemeinsamen Einsätzen bewährte. Nicht zufrieden zeigte sich Gerloff mit der Teilnahme einiger Kameraden am G 26-Atemschutzgeräteträger-Übungslauf.
Gerloff dankte der Gemeinde sowie Karstädter Gewerbetreibenden und Betriebe für die bisherige Unterstützung. So konnte 2015 Schutzausrüstung teilweise neu beschafft werden. Bei der Anschaffung ergänzender Handsprechfunkgeräte setzt Gerloff auf die weitere Unterstützung der Gemeinde.

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