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Perleberg : Piccolinos hoffen auf Schallschutz

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Stadt baut auf zusätzliche Fördermittel für Dämmung der Geräuschpegel in den beiden Horten sowie Überdachung für Innenhof

von
erstellt am 26.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Summa summarum 99 000 Euro an überplanmäßigen Mitteln stimmten die Mitglieder des Kultur- und Sozialausschusses zu. Verwendet werden sollen sie für Schallschutzmaßnahmen in den Horten Piccolino und der Rolandschule.

„Wir sind einfach glücklich, dass sich hier endlich was tut“, betont Ulrike Möller. Sie leitet den Hort Piccolino. Kaum ist sie noch zu verstehen, so heiser ist ihre Stimme. Doch in diesem Fall habe das nichts mit dem Geräuschpegel in der Einrichtung zu tun, sagt sie lächelnd.

Wovon sie spricht, weiß Ausschussvorsitzender Malte Hübner-Berger (SPD) aus eigenem Erleben. Der Ausschuss habe sich selbst ein Bild von der Geräuschkulisse in der Kindereinrichtung gemacht. Danach könne man so ein Projekt nur befürworten.

Es ist einer dieser glücklichen Umstände, auf die jede Kommune hofft. Das Land hat zusätzliche Gelder für die Erhaltung und qualitative Verbesserung von Kindertagesbetreuungsplätzen ausgeschüttet. 510 000 Euro erhielt der Landkreis Prignitz und forderte seine Kommunen auf, im Bedarfsfall entsprechende Anträge zu stellen. 14 sind eingegangen, ist von Frank Stubenrauch von der Pressestelle des Landkreises auf Nachfrage zu erfahren. Der Jugendhilfeausschuss werde am 6. November über diese und damit die Mittelvergabe entscheiden.

Und Perleberg hofft natürlich dabei zu sein. Verständlich! Das Gebäude in der Dobberziner Straße, in dem Kita und Hort Piccolino ihr Domizil haben, wurde in den 70er Jahren errichtet und entspricht weder bautechnisch noch bauphysikalisch den heutigen Anforderungen an eine Kinderbetreuungseinrichtung, liest es sich in der Begründung. Einfach ausgedrückt, wenn die Kinder in ihrem Element sind, versteht man sein einiges Wort nicht mehr. Für den Nachwuchs, wie auch die Erzieher seit Jahren eine Zumutung. So plant die Stadt nun sogenannte luftschalldämmende Maßnahmen in den Gruppenräumen und auf Fluren. Anschließend muss natürlich gemalert werden. Und noch eine Fliege wolle man sinngemäß mit dieser Klappe hier schlagen. Der Innenhof der Einrichtung soll eine massive Stützkonstruktion für ein witterungsbeständiges Sonnensegel erhalten, das aber auch abnehmbar ist. Damit habe man ein Schutzdach, der Bereich wäre fortan wetterunabhängig von Hort und Kindergarten gleichermaßen zu nutzen.

Auf rund 182 000 Euro belaufen sich die Kosten, 60 Prozent davon erhofft man sich über eine Fördermittelzusage im Rahmen des Landesinvestitionsprogramms. Für die Stadt verblieben dann noch 73 000 Euro Eigenanteil. Jenem hat der Kulturausschuss schon mal zugestimmt.

Ähnliches Szenario im Hort der Rolandschule. Auch hier sind sogenannte raumakustische Sanierungsmaßnahmen in Gruppenräumen und auf Fluren sowie im Anbau ins Auge gefasst. 63 000 Euro als Gesamtkosten sind angesetzt. Das heißt, auf die Stadt entfällt ein Eigenanteil von 26 000 Euro.

 

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