Bauarbeiten in Mesekow : Pfähle in die Löcknitz gerammt

In dieser Woche rammten die Mitarbeiter von Universal Bau – hier Bernd Miesch und Michael Will – Pfähle im Mesekower Brückenbereich in die Löcknitz.
In dieser Woche rammten die Mitarbeiter von Universal Bau – hier Bernd Miesch und Michael Will – Pfähle im Mesekower Brückenbereich in die Löcknitz.

Die Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt in Mesekow und an der Löcknitzbrücke laufen auf Hochtouren. Mit dem Setzen der Naturstein-Borde wurde bereits begonnen.

svz.de von
18. Juli 2014, 08:00 Uhr

Rainer Kraft schwingt sich auf sein Fahrrad und radelt zur Bauberatung. Der Mesekower hat ein Anliegen: „Die provisorische Zufahrt zu meinem Grundstück muss ein bisschen verändert werden.“ Und er bekommt sofort die Zusage, dass es gemacht wird. Seit Anfang April laufen die Bauarbeiten zur Erneuerung der Ortsdurchfahrt in Mesekow auf Hochtouren.

Vor dem Baustart an der Landesstraße 122 durch das kleine Dorf gaben der Bauherr und die bauausführende Firma, Universal Bau GmbH Perleberg, die Zusage, „dass die Anwohner so wenig wie möglich belastet werden sollen“, so damals Frank Schmidt, Dezernatsleiter beim Landesbetrieb Straßenwesen. „Es klappt wirklich gut, die Leute reden mit einem. Auch die Müllabfuhr ist geregelt“, sagt Rainer Kraft.

Die Anwohner haben provisorische Zufahrten zu ihren Grundstücken, können aus Richtung Nebelin und aus Richtung Mankmuß jeweils bis zur Löcknitz in das Dorf fahren. Für die Ortsdurchfahrt gilt rechtlich eine Vollsperrung, obwohl eine Behelfsbrücke gesetzt wurde. „Sie ist zwar standsicher, aber nicht für den öffentlichen Verkehr gedacht. Wer sie benutzt und es passiert etwas, der hat Pech“, betont Wolfgang Kirsch vom Ingenieurbüro Kirsch & Leirich, das mit der Bauüberwachung der Ortsdurchfahrt Mesekow beauftragt ist. Nur die Behelfs-Fußgängerüberführung der Löcknitz ist für jeden offen.

„Im Moment laufen die Arbeiten unterhalb der Wasseroberfläche, die für die spätere Brücke notwendig sind“, berichtet Kirsch. Mitarbeiter der bauausführenden Firma rammten in diesen Tagen Pfähle im Brückenbereich in die Löcknitz. Alles Maßnahmen zur Sohlebefestigung im kleinen Flüsschens.

Zeitgleich sind Bauarbeiter seit Anfang dieser Woche damit beschäftigt, aus Richtung Nebelin kommend, an der neuen Ortsdurchfahrt die Natursteinborde zu setzen. „Seit dieser Woche gibt es keine Probleme mehr“, sagte Kai Köster von Universalbau. Die Arbeiten am Straßenbau kamen kurzfristig ins Stocken, da „es keine Natursteine aufgrund eines Lieferengpasses im Baustoffhandel mehr gab“. Etwa zwei Wochen verzögerten sich die Arbeiten dadurch im Straßenbereich, doch „auf den Brückenbau hatte das keinen Einfluss“, so Kirsch.

Aber jetzt werden fleißig die zig Kilo schweren Borde gesetzt. Bis Dienstag soll das so weitergehen. Ab nächster Woche will man bereits die Gossen für die Abläufe setzen. Es geht also zügig voran. Und im Moment spricht auch rein gar nichts dagegen, dass Ende Oktober die Bauarbeiten abgeschlossen sind.

Das Land Brandenburg investiert in die etwa 600 Meter lange Strecke rund 1,2 Millionen Euro, wie von Dezernatsleiter Frank Schmidt zu erfahren war. Die Anliegerbeiträge belaufen sich insgesamt auf rund 70 000 Euro. Die Gemeinde Karstädt steuert einen Eigenanteil von 42 600 Euro bei. Für den kommunalen Anteil am Gehweg erhält die Gemeinde 27 000 Euro Fördermittel.


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